Emaars neue Strategie: Was Käufer jetzt wissen müssen — Dubai real estate
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Emaars neue Strategie: Was Käufer jetzt wissen müssen

Emaar, Dubais größter Bauträger, verlagert seinen Fokus. Ich analysiere, was die neue Ausrichtung auf Ultra-Luxus, Sanierungsprojekte und internationale Expansion für Ihre nächste Immobilieninvestition in Dubai bedeutet.

Philipp Koch — portrait
12. August 2026 · 21 Min. Lesezeit

Seit Jahren ist der Name [Emaar](/developers/emaar) ein Synonym für Dubais kometenhaften Aufstieg und definierte ganze Stadtteile. Doch der Gigant, der uns Downtown Dubai, die Burj Khalifa und die Dubai Mall brachte, befindet sich im Wandel. Ich beobachte eine subtile, aber entscheidende Neuausrichtung in der Emaar-Strategie, die für jeden Käufer und Investor auf dem hiesigen Markt von Bedeutung ist.

In meiner Analyse untersuche ich diesen Wandel und seine konkreten Auswirkungen:

  • Der unübersehbare Schwenk zum Ultra-Luxus und was er für das mittlere Segment bedeutet.
  • Emaars neuer Fokus auf die Sanierung und Aufwertung seiner bestehenden Vorzeige-Communities.
  • Die beschleunigte internationale Expansion und die Implikationen für den Heimatmarkt Dubai.
  • Eine realistische Kostenanalyse für den Kauf einer typischen Emaar-Wohnung heute.
  • Mein abschließendes Urteil: Wo liegen die klügsten Chancen für Investoren angesichts der neuen Emaar-Strategie?

Der strategische Schwenk: Vom Massenmarkt zum Ultra-Luxus

Wer Emaar in den letzten zwei Jahrzehnten verfolgt hat, kennt das Erfolgsrezept: die Entwicklung riesiger, integrierter Master-Communities, die eine breite Käuferschicht der oberen Mittelklasse ansprechen. Gebiete wie Arabian Ranches, Dubai Hills Estate oder Dubai Marina sind Paradebeispiele. Sie boten und bieten qualitativ hochwertigen Wohnraum mit exzellenter Infrastruktur — Schulen, Parks, Einzelhandel, und schufen so in sich geschlossene, begehrte Lebenswelten. Diese Strategie hat nicht nur Emaar zu einem globalen Player gemacht, sondern auch das Stadtbild Dubais nachhaltig geprägt. Es war ein Volumengeschäft, das auf die wachsende Bevölkerung und die aufstrebende Mittelschicht der Expatriates abzielte. Der Fokus lag auf der Schaffung von Gemeinschaften, nicht nur von einzelnen Gebäuden.

In den letzten 18 bis 24 Monaten hat sich dieser Fokus jedoch merklich verschoben. Die neuen Emaar Releases sind nicht mehr primär im Bereich der 2- bis 5-Millionen-AED-Wohnungen und -Stadthäuser angesiedelt. Stattdessen sehen wir eine Flut von Projekten im Ultra-Luxus-Segment. Wir sprechen hier von Villen und Penthouses, deren Preise bei 15 Millionen AED beginnen und schnell in den Bereich von 50 oder sogar über 100 Millionen AED vorstoßen. Projekte wie Palmiera in The Oasis, die Villen in The Heights Country Club oder die exklusiven Residenzen am Emaar Beachfront sind Ausdruck dieser neuen Ausrichtung. Emaar zielt nun explizit auf die wachsende Schicht der Ultra-High-Net-Worth Individuals (UHNWIs) ab, die nach Dubai strömen und nach Trophäen-Immobilien suchen.

Was treibt diesen Wandel an? Meiner Ansicht nach sind es drei Faktoren. Erstens die schlichte Ökonomie: Die Gewinnmargen im Ultra-Luxus-Segment sind erheblich höher. Es ist profitabler, eine Villa für 50 Millionen AED zu verkaufen als zehn Wohnungen für je 5 Millionen AED, insbesondere wenn die besten Grundstücke knapp werden. Zweitens die Marktdynamik: Dubai hat sich seit der Pandemie als globaler sicherer Hafen für Wohlstand etabliert. Die Nachfrage nach Luxusimmobilien übersteigt bei weitem das Angebot. Emaar, als marktführender Dubai Immobilienentwickler, reagiert auf diese Nachfrage und nutzt seine Markenreputation, um in diesem Segment Prämien zu erzielen. Drittens der Wettbewerb: Neue, agile Bauträger wie Omniyat oder Nakheel mit Palm Jebel Ali haben das Luxussegment erfolgreich besetzt. Emaar verteidigt hier seine Position und will die Deutungshoheit über Dubais Skyline nicht kampflos aufgeben.

Für Käufer und Investoren hat dieser Strategiewechsel weitreichende Konsequenzen. Wer auf ein neues Emaar-Projekt im mittleren Preissegment wartet, könnte lange warten. Das Angebot in dieser Kategorie wird knapper, zumindest was neue Launches betrifft. Dies könnte die Preise für bestehende Immobilien in etablierten Emaar-Communities wie Arabian Ranches oder Dubai Hills weiter stützen und in die Höhe treiben. Für Investoren, die auf das Ultra-Luxus-Segment abzielen, bietet Emaar nun erstklassige Optionen mit dem Versprechen höchster Qualität und Wertstabilität. Man kauft nicht nur eine Immobilie, sondern eine Marke. Allerdings ist der Einstiegspunkt nun deutlich höher, und der Käuferkreis ist exklusiver. Die goldene Ära, in der man eine Emaar-Wohnung mit zwei Schlafzimmern in Downtown für unter 2 Millionen AED vom Plan kaufen konnte, scheint vorerst vorbei zu sein.

Die zweite Front: Sanierung und Wertsteigerung bestehender Communities

Marina HeightsAusgewähltes Projekt
Marina Heights
Emaar Properties · Dubai Marina
Von
AED 1.9M

Parallel zur Offensive im Luxussegment hat Emaar still und leise eine zweite, ebenso wichtige Front eröffnet: die systematische Sanierung und Modernisierung seiner etablierten Gemeinschaften. Das ist ein cleverer und aus meiner Sicht längst überfälliger Schritt. Viele der ersten Emaar-Projekte, wie die frühen Phasen von Arabian Ranches, The Springs, The Meadows oder die ersten Türme in der Dubai Marina, sind mittlerweile 15 bis 20 Jahre alt. Obwohl sie qualitativ hochwertig gebaut wurden, zeigen sich Alterserscheinungen in den Gemeinschaftsbereichen, den Landschaftsgestaltungen und der allgemeinen Ästhetik. Emaar hat erkannt, dass der langfristige Wert seiner Marke davon abhängt, diese „Kronjuwelen“ instand zu halten und an moderne Standards anzupassen.

Diese Sanierungsstrategie geht weit über einfache Instandhaltung hinaus. Wir sehen umfassende Modernisierungen von Gemeinschaftspools, die Neugestaltung von Parks und öffentlichen Plätzen, die Aufrüstung von Fitnessstudios und die Renovierung der Eingangslobbys in den Wohntürmen. In Downtown Dubai werden beispielsweise ganze Straßenabschnitte und Promenaden neu gestaltet, um die Fußgängerfreundlichkeit und das Ambiente zu verbessern. In Arabian Ranches werden die Community-Zentren modernisiert und um neue Einzelhandels- und Gastronomieangebote erweitert. Dieses Vorgehen schützt nicht nur den Wert der Immobilien, sondern steigert ihn aktiv. Es sorgt dafür, dass eine 20 Jahre alte Emaar-Community nicht mit einer brandneuen Entwicklung eines Konkurrenten als „veraltet“ wahrgenommen wird.

Für Immobilienbesitzer und Investoren in diesen Gebieten ist das eine extrem positive Entwicklung. Die Modernisierungen rechtfertigen nicht nur stabile oder steigende Servicegebühren, sondern führen direkt zu höheren Mietpreisen und Verkaufswerten. Eine Wohnung in einem Turm mit einer frisch renovierten Lobby und einem modernen Poolbereich erzielt auf dem Mietmarkt einen deutlichen Aufschlag gegenüber einer vergleichbaren Wohnung in einem nicht sanierten Gebäude. Für Käufer bedeutet dies, dass der Erwerb einer älteren Immobilie in einer erstklassigen Emaar-Community eine sehr attraktive Option sein kann. Man profitiert von der etablierten Lage, der ausgereiften Infrastruktur und der laufenden Wertsteigerung durch die Sanierungsmaßnahmen des Bauträgers.

Diese Strategie zeigt auch Emaars langfristiges Denken. Anstatt eine Community nach dem Verkauf aller Einheiten sich selbst zu überlassen, agiert Emaar weiterhin als „Community Manager“ und investiert in den Produkterhalt. Das schafft Vertrauen und stärkt die Markentreue. Es ist ein klares Signal an den Markt: Eine Investition in Emaar ist eine langfristige Partnerschaft. Dies hebt Emaar von vielen anderen Bauträgern ab, deren Engagement oft mit der Übergabe der letzten Einheit endet. Für einen Investor, der auf stabile Mieteinnahmen und langfristiges Kapitalwachstum aus ist, ist eine Immobilie in einer von Emaar aktiv verwalteten und sanierten Community eine der sichersten Wetten auf dem Immobilienmarkt Dubai. Die [Emaar Strategie Investition] ist hier nicht nur der Kauf von Stein und Mörtel, sondern die Beteiligung an einem sich ständig verbessernden Ökosystem.

Geografische Diversifizierung: Der Blick über Dubai hinaus

Ein dritter, entscheidender Pfeiler der neuen Emaar-Strategie ist die beschleunigte geografische Diversifizierung, sowohl innerhalb der VAE als auch international. Während Dubai immer der Kernmarkt bleiben wird, sehen wir eine signifikante Zunahme von Projekten in anderen Emiraten und ausgewählten Auslandsmärkten. Dieser Schritt ist logisch und aus unternehmerischer Sicht notwendig, um das Wachstum aufrechtzuerhalten und Klumpenrisiken zu reduzieren. Der Markt in Dubai ist zyklisch, und eine breitere geografische Aufstellung sorgt für stabilere Einnahmeströme über den gesamten Immobilienzyklus hinweg.

Innerhalb der VAE ist das Engagement in Ras Al Khaimah (RAK) besonders hervorzuheben. Mit großen Projekten auf Al Marjan Island, wie The Address Residences und dem kommenden Emaar-eigenen Entertainment-Komplex, positioniert sich Emaar an der Spitze der Entwicklung dieses aufstrebenden Emirats. RAK profitiert vom Tourismusboom und der Ankündigung des Wynn-Casinos, was die Immobiliennachfrage stark antreibt. Emaar bringt seine Marke und Entwicklungsexpertise in einen Markt ein, der im Vergleich zu Dubai noch erhebliches Wachstumspotenzial bei niedrigeren Einstiegspreisen bietet. Ähnliche, wenn auch kleinere, Vorstöße sehen wir in anderen Emiraten wie Abu Dhabi, wo Emaar selektiv Partnerschaften eingeht.

Die neue Emaar-Strategie ist eine direkte Antwort auf einen gereiften Markt: Höhere Margen im Luxussegment, Schutz des Bestandsvermögens durch Sanierung und Risikostreuung durch Expansion. Für Käufer bedeutet das weniger Auswahl im mittleren Preissegment, aber höhere Wertstabilität für bestehende Emaar-Immobilien.

International verstärkt Emaar seine Präsenz in Schlüsselmärkten wie Ägypten und Indien, wo das Unternehmen bereits seit Jahren aktiv ist. In Ägypten entwickelt Emaar riesige Küstenresorts wie Marassi an der Nordküste, die sich an eine wohlhabende lokale und internationale Klientel richten. Diese Projekte sind oft in ihrer Dimension mit den Master-Communities in Dubai vergleichbar und extrem profitabel. Die internationale Expansion ist nicht nur eine Wachstumsstrategie, sondern auch ein Weg, die Marke Emaar global zu verankern und von demographischen und wirtschaftlichen Trends in anderen wachstumsstarken Regionen zu profitieren.

Für einen Investor in Dubai hat diese Diversifizierung zwei Seiten. Einerseits stärkt sie die finanzielle Stabilität und Widerstandsfähigkeit von Emaar als Unternehmen. Ein finanziell gesundes Mutterunternehmen ist eine gute Nachricht für jeden, der eine Immobilie von diesem Bauträger besitzt oder kaufen möchte, da es die Wahrscheinlichkeit von Projektverzögerungen oder -ausfällen minimiert. Andererseits bedeutet die Verlagerung von Kapital und Managementkapazitäten in andere Märkte unweigerlich, dass weniger Ressourcen für neue Projekte in Dubai zur Verfügung stehen. Dies verstärkt den bereits beschriebenen Trend der Angebotsverknappung im mittleren Preissegment in Dubai. Die [Emaar Projekte Dubai] konkurrieren nun intern um Kapital mit potenziell lukrativen Projekten in RAK oder Ägypten. Für den Käufer in Dubai bedeutet das, dass der Fokus von Emaar selektiver und auf die profitabelsten Nischen — aktuell das Ultra-Luxus-Segment, ausgerichtet sein wird.

Was bedeutet das für den durchschnittlichen Käufer und Investor?

Die strategische Neuausrichtung von Emaar hat sehr konkrete Auswirkungen für den „durchschnittlichen“ Käufer — also jemanden, der eine Familienwohnung oder eine solide Buy-to-Let-Investition im Bereich von 1,5 bis 4 Millionen AED sucht. Die offensichtlichste Folge ist die bereits erwähnte Verknappung neuer Angebote in diesem Segment von Emaar. Die Tage, an denen man sich für eine neue 2-Zimmer-Wohnung in einem Emaar-Launch anstellen konnte, sind seltener geworden. Dies zwingt Käufer dazu, ihre eigene Strategie anzupassen.

Eine Option ist die Konzentration auf den Sekundärmarkt in etablierten Emaar-Communities. Hier liegt aus meiner Sicht derzeit eine der größten Chancen. Immobilien in Dubai Hills Estate, Arabian Ranches, The Greens oder der Marina bieten eine unschlagbare Kombination aus Lage, Qualität und bewährter Infrastruktur. Dank Emaars Sanierungsbemühungen sind diese Gebiete attraktiver denn je. Ein Käufer kann eine Immobilie oft unter dem Preis eines vergleichbaren Neubaus erwerben und profitiert dennoch von einem Umfeld, das sich ständig verbessert. Die Renditen sind hier oft stabiler und kalkulierbarer als bei Off-Plan-Projekten in neuen, noch unerschlossenen Gebieten. Die Herausforderung besteht darin, gut erhaltene Einheiten zu finden und den fairen Marktwert genau zu bestimmen, wofür die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Makler unerlässlich ist.

Eine zweite Option ist die Ausweichung auf andere hochwertige Bauträger, die das mittlere Segment weiterhin bedienen. Entwickler wie Nshama mit Town Square, Nakheel mit neuen Phasen in bestehenden Projekten oder auch Sobha mit seinem Fokus auf Qualität im gehobenen Segment bieten attraktive Alternativen. Während Emaar die Spitze der Pyramide anvisiert, haben diese Entwickler die Lücke erkannt und bieten exzellente Produkte für Familien und Investoren. Es ist wichtig, sich nicht nur auf den Markennamen Emaar zu fixieren, sondern den Markt breiter zu betrachten. Die Qualität und das Wertversprechen vieler anderer Bauträger in Dubai haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert.

Für Buy-to-Let-Investoren bedeutet die Emaar-Strategie, dass bestehende Portfolios in Emaar-Communities an Wert gewinnen dürften. Die Kombination aus knapper werdendem Neubauangebot im mittleren Segment und aktiver Aufwertung der Bestandsgebiete sollte die Miet- und Kapitalwerte stützen. Ein Investor, der heute eine Wohnung in der Dubai Marina kauft, kann mit stabilen Mieteinnahmen rechnen, da die Nachfrage nach dieser erstklassigen Lage ungebrochen ist und das Angebot an neuen, direkt konkurrierenden Einheiten begrenzt bleibt. Die [Immobilienmarkt Dubai Trends] zeigen klar, dass qualitativ hochwertige, gut gelegene Bestandsimmobilien eine Renaissance erleben. Der Fokus verschiebt sich von der reinen Spekulation auf Off-Plan-Flips hin zu langfristigen, renditeorientierten Investitionen in bewährten Lagen.

Kostenanalyse: Der Kauf einer Emaar-Wohnung heute

Um die Auswirkungen greifbar zu machen, lassen Sie uns die Kosten für den Kauf einer typischen Zwei-Zimmer-Wohnung auf dem Sekundärmarkt in einer etablierten Emaar-Community wie Dubai Hills Estate analysieren. Eine solche Wohnung kostet heute je nach Lage und Zustand zwischen 2.500.000 und 3.000.000 AED. Wir nehmen für unser Beispiel einen Kaufpreis von 2.700.000 AED an.

Die Vorabkosten sind erheblich und müssen sorgfältig budgetiert werden. Es ist ein häufiger Fehler von Erstkäufern, nur den Kaufpreis zu berücksichtigen. Hier ist eine realistische Aufschlüsselung der Nebenkosten, die auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden müssen:

  • Kaufpreis der Immobilie: AED 2.700.000
  • DLD Übertragungsgebühr (4%): AED 108.000
  • DLD Registrierungsgebühr (Trustee Fee): ca. AED 4.200
  • Maklergebühr (2% + 5% MwSt.): AED 56.700 (AED 54.000 + AED 2.700 MwSt.)
  • No Objection Certificate (NOC) Gebühr an Emaar: ca. AED 1.575

Gesamte Vorabkosten (ohne Finanzierung): AED 2.870.475

Wenn Sie den Kauf über eine Hypothek finanzieren, was die meisten Endnutzer tun, kommen weitere Kosten hinzu. Als Expat können Sie in der Regel bis zu 75-80% des Immobilienwertes finanzieren, was bedeutet, dass Sie eine Anzahlung von 20-25% leisten müssen. Die oben genannten Nebenkosten müssen Sie jedoch vollständig aus Eigenkapital bezahlen.

  • Mindestanzahlung (25% von 2,7 Mio.): AED 675.000
  • Gesamte DLD- und Maklergebühren: AED 168.900
  • Bankgebühren (Bearbeitung, Bewertung): ca. AED 5.000 - 10.000

Benötigtes Eigenkapital für einen fremdfinanzierten Kauf: ca. AED 853.900

Nach dem Kauf fallen laufende Kosten an, die für die Renditeberechnung entscheidend sind. Die wichtigste davon sind die Servicegebühren (Service Charges), die an Emaar für die Instandhaltung der Gemeinschaftsbereiche, Sicherheit, Landschaftsgestaltung usw. Zu zahlen sind. In Dubai Hills Estate liegen diese für Wohnungen typischerweise zwischen 16 und 20 AED pro Quadratfuß pro Jahr. Für eine 1.400 Quadratfuß große Wohnung wären das:

  • Jährliche Servicegebühren (bei 18 AED/sqft): 1.400 sqft * 18 AED/sqft = AED 25.200

Diese Kosten müssen von den potenziellen Mieteinnahmen abgezogen werden, um die Nettorendite zu ermitteln. Bei einer erwarteten Jahresmiete von beispielsweise 180.000 AED würde die Nettomiete nach Abzug der Servicegebühren 154.800 AED betragen, was einer Bruttorendite von 6,7% und einer Nettorendite (vor Finanzierungskosten) von 5,7% auf den Kaufpreis entspricht. Diese Zahlen verdeutlichen, dass eine Investition auch bei den heutigen Preisen noch attraktiv sein kann, aber eine genaue Kalkulation aller Kosten ist unerlässlich.

Mein Urteil: Wo liegen jetzt die Chancen?

Nach eingehender Analyse der neuen Emaar-Strategie komme ich zu einem klaren Schluss. Die Zeit der einfachen, breit gestreuten Gewinne mit Emaar-Off-Plan-Launches im mittleren Segment ist vorerst vorbei. Die Strategie des Unternehmens hat sich weiterentwickelt, und als Investor müssen Sie das auch tun. Die Chancen liegen nicht mehr auf der Hand, sondern erfordern eine differenziertere Herangehensweise.

Für mich liegen die intelligentesten Investitionsmöglichkeiten im aktuellen Marktumfeld in zwei Hauptbereichen. Erstens, der Erwerb von qualitativ hochwertigen Immobilien auf dem Sekundärmarkt in Emaars Kern-Master-Communities. Ich spreche von Gebieten wie Arabian Ranches, Dubai Hills Estate, The Springs, The Meadows und der Dubai Marina. Emaars Fokus auf Sanierung und Aufwertung dieser Gebiete fungiert als integrierter Werttreiber. Sie kaufen in eine etablierte Infrastruktur und profitieren direkt von den Investitionen des Bauträgers in die Langlebigkeit und Attraktivität der Community. Die Preise sind hier berechenbarer, die Mietnachfrage ist bewährt, und das Risiko von Bauverzögerungen oder einer sich nicht entwickelnden Nachbarschaft ist praktisch null. Dies ist die Strategie für den sicherheitsorientierten Investor, der auf stabile Cashflows und langfristiges, stetiges Kapitalwachstum setzt.

Zweitens, für risikofreudigere Investoren mit entsprechendem Kapital, bietet die selektive Beteiligung an Emaars neuen Ultra-Luxus-Projekten eine Chance auf überdurchschnittliche Renditen. Der Schlüssel hier ist „selektiv“. Nicht jedes Luxusprojekt ist ein garantierter Erfolg. Man muss die Lage, das Konzept und den Preis genau prüfen. Projekte an einzigartigen Standorten wie Emaar Beachfront oder die ersten Phasen eines wegweisenden neuen Masterplans wie The Oasis haben das größte Potenzial. Hier kauft man nicht nur eine Immobilie, sondern einen Anteil an einem zukünftigen Wahrzeichen. Der Erfolg hängt davon ab, frühzeitig einzusteigen und das Projekt auszuwählen, das eine echte, nicht kopierbare Einzigartigkeit bietet. Dies ist keine Strategie für jeden, aber für UHNWIs, die ihr Portfolio diversifizieren wollen, bietet Emaar hier erstklassige, Trophäen-würdige Anlagen.

Key takeaway

Die neue Strategie von Emaar zwingt Investoren zur Anpassung. Statt auf schnelle Gewinne bei neuen Mittelklasse-Projekten zu hoffen, liegt die klügste Investition jetzt im Kauf hochwertiger Bestandsimmobilien in Emaars Top-Lagen, die von den Sanierungsbemühungen des Bauträgers profitieren. Dies bietet eine Kombination aus Wertstabilität, solider Rendite und langfristigem Wachstumspotenzial.

Was ich meiden würde, ist die Spekulation auf Projekte in weniger erstklassigen Lagen, nur weil sie den Namen Emaar tragen. Die Marke allein ist keine Garantie für Erfolg, wenn die Fundamentaldaten des Standorts nicht stimmen. Ebenso bin ich vorsichtig bei Projekten im oberen Mittelfeld, die zwischen der Luxusstrategie und dem alten Volumenmodell gefangen zu sein scheinen. Die größte Klarheit und das stärkste Wertversprechen sehe ich derzeit am unteren und am obersten Ende des Emaar-Portfolios: im soliden, etablierten Bestand und im exklusiven, bahnbrechenden Ultra-Luxus. In diesen beiden Nischen beweist Emaar seine Stärke, und hier sollten sich kluge Investoren positionieren.

Sources

Frequently asked

Questions, answered

Was ist die neue Strategie von Emaar Properties in Dubai?
Emaars neue Strategie konzentriert sich stark auf das Ultra-Luxus-Segment, die Sanierung und Modernisierung bestehender Gemeinschaften und eine beschleunigte internationale Expansion. Dies stellt eine Abkehr von der früheren Konzentration auf den Bau großer Mittelklasse-Master-Communities dar.
Welche neuen Projekte hat Emaar im Luxussegment gestartet?
Emaar hat mehrere Ultra-Luxus-Projekte lanciert, darunter Villen in The Heights Country Club, die Waterfront-Apartments in Emaar Beachfront und die exklusiven Villen in Palmiera in The Oasis. Diese Projekte zielen auf das oberste Preissegment ab und bieten erstklassige Lagen und Annehmlichkeiten.
Lohnt sich eine Investition in ältere Emaar-Gemeinschaften noch?
Ja, eine Investition kann sich sehr lohnen. Durch Emaars Sanierungsbemühungen in etablierten Vierteln wie Downtown Dubai, Dubai Marina und Arabian Ranches erfahren diese Gebiete eine Wertsteigerung. Ältere, gut gelegene Immobilien bieten oft stabile Mieteinnahmen und Potenzial für Kapitalwachstum.
Welche Kosten fallen beim Kauf einer Emaar-Immobilie in Dubai an?
Neben dem Kaufpreis müssen Sie die 4%ige Übertragungsgebühr des Dubai Land Department (DLD), eine Registrierungsgebühr von ca. AED 4.200, die Maklergebühr von 2% (zzgl. 5% MwSt.) und eventuelle Bankgebühren für eine Hypothek einkalkulieren. Bei Off-Plan-Käufen fällt zusätzlich eine Oqood-Gebühr von 4% an.
Wie wirkt sich Emaars Strategie auf den Mietmarkt in Dubai aus?
Die Konzentration auf Luxus könnte das Angebot im mittleren Preissegment verknappen, was die Mieten dort stabil halten oder erhöhen könnte. In sanierten Gebieten könnten modernisierte Wohnungen höhere Mieten erzielen, was sie für Buy-to-Let-Investoren attraktiv macht.
Expaniert Emaar auch außerhalb von Dubai?
Ja, Emaar verstärkt seine Expansion in den VAE, insbesondere in Ras Al Khaimah mit Projekten wie Al Marjan Island, und international in Märkten wie Ägypten und Indien. Diese Diversifizierung stärkt das Unternehmen finanziell, verlagert aber auch einen Teil des Entwicklungsfokus von Dubai weg.
Philipp Koch — portrait
Verfasst von
Leiter Nachrichtenredaktion

Klaus verfolgt die Ankündigungen, die den Markt bewegen – neue Projektstarts, Regulierungen, Mega-Projekte und Entwickleraktivitäten – und erklärt Ihnen, was diese für Käufer wirklich bedeuten.

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