Initialkosten in Dubai: Ein pragmatischer Leitfaden — Dubai real estate
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Initialkosten in Dubai: Ein pragmatischer Leitfaden

Als Ihr Renditeanalyst bei Gaia Living zeige ich Ihnen, wie DLD-Gebühren, Maklerprovisionen und andere Nebenkosten Ihre tatsächliche Startrendite in Dubai schmälern – und wie Sie trotzdem klug investieren.

David Hofmann — portrait
13. September 2026 · 14 Min. Lesezeit

In Dubai wird oft mit beeindruckenden Mietrenditen von 6 %, 8 % oder sogar mehr geworben. Als Renditeanalyst bei Gaia Living ist es meine Aufgabe, diese Zahlen zu hinterfragen und für unsere Klienten eine pragmatische, realistische Berechnungsgrundlage zu schaffen. Die Bruttorendite ist eine nützliche Kennzahl für einen ersten Vergleich, aber sie ist nicht die Zahl, die am Ende auf Ihrem Konto landet. Der Schlüssel zu einer fundierten Investmententscheidung liegt im Verständnis der Gesamtkosten — und diese beginnen lange vor der ersten Mieteinnahme mit den Initialkosten beim Kauf.

In diesem Leitfaden zerlegen wir die anfänglichen Erwerbskosten und zeigen, wie sie Ihre echte Startrendite beeinflussen. Wir werden uns auf die Fakten konzentrieren, damit Sie nicht von versteckten Gebühren überrascht werden.

Das werden wir im Detail analysieren:

  • Die DLD-Gebühr: Der größte Einzelposten beim Immobilienkauf.
  • Maklerprovisionen: Wann Sie zahlen und wann nicht.
  • Zusätzliche Verwaltungs- und Finanzierungskosten, die oft übersehen werden.
  • Ein detailliertes Rechenbeispiel: Die gesamten Erwerbskosten am Beispiel einer Wohnung.
  • Der strategische Unterschied zwischen Bestands- und Off-Plan-Immobilien.
  • Wie diese Kosten Ihre tatsächliche Startrendite neu definieren.

Die DLD-Gebühr: Der unvermeidliche Grundpfeiler Ihrer Kosten

Jede Immobilientransaktion in Dubai unterliegt einer Registrierungsgebühr, die an das Dubai Land Department (DLD) zu entrichten ist. Dies ist die grundlegendste und bedeutendste Komponente der Kaufnebenkosten. Aktuell beträgt diese Gebühr pauschal 4 % des im Kaufvertrag (Memorandum of Understanding, MoU) vereinbarten Immobilienpreises. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass sich Käufer und Verkäufer diese Gebühr teilen könnten. In der Praxis des Dubaier Marktes trägt der Käufer diese 4 % in fast allen Fällen allein. Zu diesen 4 % kommen noch geringfügige Verwaltungsgebühren hinzu, die für die Ausstellung der Eigentumsurkunde (Title Deed) anfallen. Diese liegen je nach Wert und Art der Immobilie in der Regel bei etwa 580 AED für Immobilien unter 500.000 AED und 1.080 AED für Immobilien darüber.

Für einen Investor bedeutet dies eine sofortige Erhöhung des Kapitalbedarfs um 4 %. Bei einer Wohnung für 2 Millionen AED sprechen wir also nicht von einem Kaufpreis von 2 Millionen, sondern von einer anfänglichen Hauptbelastung von 2.080.000 AED allein für die Immobilie und ihre Registrierung. Diese Gebühr ist nicht verhandelbar und wird direkt bei der Eigentumsübertragung fällig. Sie wird in der Regel über einen Manager's Cheque an das DLD bezahlt, den der Käufer dem Registrierungs-Treuhänder (Registration Trustee) am Tag der Übertragung vorlegt. Es gibt keine Möglichkeit, diese Gebühr zu umgehen; sie ist die gesetzliche Grundlage für die rechtmäßige Eintragung Ihres Eigentums ins Grundbuch.

Die psychologische Wirkung dieser Gebühr ist nicht zu unterschätzen. Sie verändert die gesamte Kalkulation. Wenn Sie Ihr Budget auf einen maximalen Kaufpreis von, sagen wir, 2,5 Millionen AED festlegen, müssen Sie verstehen, dass Ihr tatsächliches Suchraster bei Immobilien bis etwa 2,35 Millionen AED liegen sollte, um die DLD-Gebühr und weitere Kosten innerhalb Ihres Gesamtbudgets abzufedern. Viele Erstinvestoren machen den Fehler, ihr gesamtes Kapital für den reinen Kaufpreis zu verplanen und werden dann von den Nebenkosten überrascht. Als Analyst rate ich immer dazu, von Anfang an mit einem „Gesamtinvestitionsbudget“ zu arbeiten, nicht nur mit einem „Kaufpreisbudget“. Das ist ein entscheidender Unterschied in der Denkweise, der Sie vor finanziellen Engpässen schützt und eine solide Planung ermöglicht.

Die Maklerprovision ist ein weiterer signifikanter Posten der Initialkosten, dessen Struktur sich jedoch je nach Art des Kaufs fundamental unterscheidet. Es ist entscheidend, den Unterschied zwischen dem Kauf einer Bestandsimmobilie (Secondary Market) und einer Off-Plan-Immobilie direkt vom Bauträger zu verstehen. Bei einer Bestandsimmobilie, also einer Immobilie, die bereits einen Vorbesitzer hat, ist die gängige Praxis in Dubai, dass der Käufer eine Maklerprovision von 2 % des Kaufpreises zahlt. Auf diese Provision wird zusätzlich die gesetzliche Mehrwertsteuer (VAT) von 5 % erhoben. Effektiv zahlen Sie also 2,1 % des Kaufpreises an die Makleragentur, die Sie vertreten hat. Bei unserem Beispiel einer Wohnung für 2 Millionen AED wären das 40.000 AED Provision plus 2.000 AED MwSt., also insgesamt 42.000 AED.

Diese Gebühr honoriert die Dienstleistung des Maklers, die weit über das bloße Finden einer Immobilie hinausgeht. Ein guter Makler, wie wir bei Gaia Living, führt eine Marktanalyse durch, berät bei der Preisverhandlung, prüft die relevanten Dokumente, koordiniert mit dem Verkäufer, den Banken und dem Registration Trustee und stellt sicher, dass der gesamte Übertragungsprozess reibungslos und rechtskonform abläuft. Die Provision ist also eine Investition in professionelle Begleitung und Risikominimierung. Es ist zwar theoretisch möglich, direkt mit einem Verkäufer zu verhandeln, aber ohne tiefgehende Kenntnisse der Prozesse und potenziellen Fallstricke beim DLD und mit den Bauträgern ist davon dringend abzuraten.

Beim Kauf einer Off-Plan-Immobilie direkt von einem Bauträger wie Emaar Properties oder Nakheel stellt sich die Situation für den Käufer völlig anders dar. Hier wird der Makler vom Bauträger für die Vermittlung des Kunden bezahlt. Für Sie als Käufer fällt in diesem Fall keine Maklerprovision an. Der Preis, den Sie für die Immobilie zahlen, ist derselbe, egal ob Sie direkt zum Verkaufsbüro des Bauträgers gehen oder sich von einer Agentur wie unserer vertreten lassen. Der entscheidende Vorteil, einen Makler hinzuzuziehen, liegt in der unabhängigen Beratung. Ein Bauträger wird immer sein eigenes Projekt als das beste darstellen. Ein unabhängiger Makler hingegen kennt den gesamten Markt, kann die Angebote verschiedener Bauträger objektiv vergleichen, Sie auf mögliche Nachteile eines Projekts hinweisen und Ihnen helfen, die Einheit mit dem besten Layout, der besten Lage und dem höchsten Wertsteigerungspotenzial innerhalb eines Projekts zu identifizieren. Sie erhalten also eine professionelle, marktübergreifende Beratung, ohne dafür direkt zu bezahlen — ein unschätzbarer Vorteil für jeden klugen Investor.

Weitere Kaufnebenkosten: Die oft vergessenen Posten

Neben den beiden großen Posten — DLD-Gebühr und Maklerprovision, gibt es eine Reihe kleinerer, aber dennoch relevanter Kosten, die in die Kalkulation einfließen müssen. Werden diese ignoriert, kann dies zu einer unliebsamen Finanzierungslücke kurz vor dem Abschluss führen. Es ist meine Aufgabe, sicherzustellen, dass Sie ein vollständiges Bild haben.

Ein wichtiger Posten bei Bestandsimmobilien ist die Gebühr für das No Objection Certificate (NOC). Dieses Dokument wird vom Bauträger der Community ausgestellt und bestätigt, dass der Verkäufer alle ausstehenden Servicegebühren beglichen hat und der Bauträger keine Einwände gegen den Verkauf der Immobilie hat. Ohne ein gültiges NOC kann die Eigentumsübertragung beim DLD nicht stattfinden. Die Kosten für die Ausstellung dieses Zertifikats variieren je nach Bauträger, liegen aber typischerweise zwischen 500 AED und 5.000 AED (zuzüglich 5 % MwSt.). In der Regel wird diese Gebühr vom Verkäufer getragen, aber es ist wichtig, dies im Kaufvertrag (MoU) klar festzuhalten, um Missverständnisse zu vermeiden.

Wenn Sie den Kauf über eine Hypothek finanzieren, kommen weitere Kosten hinzu. Die Banken in den VAE erheben in der Regel eine Bearbeitungsgebühr für das Hypothekendarlehen, die bis zu 1 % des Darlehensbetrags betragen kann (oft gedeckelt). Zusätzlich verlangt die Bank eine Immobilienbewertung durch einen von ihr beauftragten Gutachter, um den Marktwert der Immobilie zu bestätigen. Die Kosten für dieses Gutachten liegen üblicherweise zwischen 2.500 AED und 4.000 AED. Darüber hinaus muss die Hypothek beim DLD registriert werden, wofür eine Gebühr von 0,25 % des Hypothekenbetrags anfällt. Bei einer Hypothek von 1,5 Millionen AED wären das allein 3.750 AED für die Registrierung.

Schließlich fallen Gebühren für den Registration Trustee an. Dies sind vom DLD lizenzierte Büros, die den Prozess der Eigentumsübertragung im Namen des DLD abwickeln. Sie stellen sicher, dass alle Dokumente korrekt sind und die Zahlungen ordnungsgemäß erfolgen. Für ihre Dienste erheben sie eine feste Gebühr, die in der Regel bei 4.000 AED (plus 5 % MwSt.) für Immobilien über 500.000 AED liegt. Diese Kosten trägt ebenfalls der Käufer. Addiert man all diese kleineren Posten zusammen, können sie sich schnell auf 10.000 bis 20.000 AED oder mehr summieren, abhängig von der Finanzierungsstruktur und dem Immobilienwert. Eine sorgfältige Auflistung ist daher unerlässlich.

Ein Rechenbeispiel: Die Gesamtkosten für eine Wohnung in Dubai

Lassen Sie uns die Theorie in die Praxis umsetzen und die gesamten Initialkosten für eine konkrete Immobilie durchrechnen. Nehmen wir an, Sie möchten eine 2-Zimmer-Wohnung in einer etablierten Community wie Jumeirah Village Circle (JVC) erwerben. Der vereinbarte Kaufpreis für die Bestandsimmobilie beträgt 1.800.000 AED. Sie planen, den Kauf bar zu bezahlen, also ohne Hypothek.

So sieht die detaillierte Aufschlüsselung Ihrer anfänglichen Erwerbskosten aus:

  • Kaufpreis der Immobilie: 1.800.000 AED
  • DLD-Gebühr (4 % des Kaufpreises): 72.000 AED
  • DLD-Verwaltungsgebühr (Title Deed): 1.080 AED
  • Maklerprovision (2 % des Kaufpreises): 36.000 AED
  • Mehrwertsteuer auf Maklerprovision (5 %): 1.800 AED
  • Gebühr für den Registration Trustee: 4.000 AED
  • Mehrwertsteuer auf Trustee-Gebühr (5 %): 200 AED

Wenn wir diese Posten addieren, ergibt sich folgendes Bild: Die reinen Kaufnebenkosten belaufen sich auf 72.000 + 1.080 + 36.000 + 1.800 + 4.000 + 200 = 115.080 AED.

Ihre Gesamtinvestition beträgt also nicht 1.800.000 AED, sondern 1.800.000 AED + 115.080 AED = 1.915.080 AED.

Das bedeutet, Ihre tatsächlichen Initialkosten machen rund 6,4 % des reinen Kaufpreises aus. Dies ist ein realistischer Wert für einen Barkauf einer Bestandsimmobilie. Hätten Sie den Kauf über eine Hypothek finanziert, kämen die Kosten für die Bank und die Hypothekenregistrierung noch hinzu, was den Prozentsatz leicht auf über 7 % anheben würde. Es ist absolut entscheidend, mit diesem Gesamtinvestitionsbetrag zu kalkulieren, wenn Sie Ihre Rendite berechnen. Jede Analyse, die nur vom Kaufpreis ausgeht, ist unvollständig und führt zu überhöhten Renditeerwartungen. Diese 115.080 AED sind „totes Kapital“ im Sinne der Renditeberechnung — sie generieren keine Mieteinnahmen, müssen aber über die Haltedauer der Immobilie wieder erwirtschaftet werden.

“In der Renditeanalyse ist der Kaufpreis nur der Anfang der Geschichte. Die wahren Kosten liegen in den Details der Nebenkosten — wer sie ignoriert, täuscht sich selbst über die Rentabilität seiner Investition.”

Diese detaillierte Aufschlüsselung ist ein Standardprozess, den wir bei Gaia Living für jeden Klienten durchführen. Wir erstellen eine „Statement of Account“ Aufstellung, die jeden einzelnen Dirham nachvollziehbar macht. Transparenz ist hier nicht nur ein Service, sondern die Grundlage für eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit. Nur wer die exakten Zahlen kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen und die Performance seines Investments über die Jahre präzise messen.

Strategische Überlegungen: Bestandsimmobilie vs. Off-Plan

Die Struktur der Kaufnebenkosten führt zu einer wichtigen strategischen Entscheidung für jeden Investor: Sollte ich in eine Bestandsimmobilie oder in ein Off-Plan-Projekt investieren? Aus reiner Kostenperspektive hat der Off-Plan-Kauf zunächst klare Vorteile. Wie bereits erwähnt, entfällt die Maklerprovision von 2 % (+ MwSt.) für den Käufer. Das allein reduziert die Nebenkosten bei unserem Beispiel von 1,8 Mio. AED um 37.800 AED. Das ist ein erheblicher Unterschied.

Noch attraktiver wird es, wenn Bauträger mit speziellen Angeboten werben. In wettbewerbsintensiven Marktphasen oder bei der Einführung neuer Projekte ist es nicht unüblich, dass Bauträger anbieten, die 4 % DLD-Gebühr vollständig zu übernehmen. Ein solches Angebot ist ein massiver finanzieller Anreiz. Es reduziert Ihre anfänglichen Erwerbskosten dramatisch. Statt Nebenkosten von über 6 % hätten Sie in einem solchen Fall nur noch minimale Verwaltungsgebühren zu tragen. Ihre Gesamtinvestition entspricht dann fast 1:1 dem Kaufpreis der Immobilie. Dies hat einen direkten und sehr positiven Effekt auf Ihre Startrendite, da die Bemessungsgrundlage für die Renditeberechnung deutlich niedriger ist.

Allerdings ist die Kostenersparnis nur eine Seite der Medaille. Der Kauf einer Bestandsimmobilie bietet andere, ebenso gewichtige Vorteile. Der wichtigste ist der sofortige Cashflow. Sie können die Immobilie unmittelbar nach der Eigentumsübertragung vermieten und generieren vom ersten Tag an Einnahmen. Bei einer Off-Plan-Immobilie zahlen Sie über einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren Raten, ohne in dieser Zeit Mieteinnahmen zu erzielen. Ihr Kapital ist gebunden und „arbeitet“ noch nicht. Zudem birgt der Kauf vom Plan immer ein Fertigstellungsrisiko, auch wenn dieses in Dubai durch Treuhandkonten (Escrow Accounts) und die strenge Regulierung durch die RERA minimiert wird. Eine Bestandsimmobilie können Sie physisch besichtigen, die Qualität der Verarbeitung prüfen und die unmittelbare Umgebung und Nachbarschaft erleben. Sie wissen exakt, was Sie kaufen.

Die Entscheidung hängt also von Ihrer individuellen Anlagestrategie und Risikobereitschaft ab:

  • Off-Plan: Ideal für Investoren mit Fokus auf Kapitalwachstum, die von niedrigeren Einstiegspreisen und attraktiven Zahlungsplänen profitieren wollen. Die Ersparnis bei den Nebenkosten kann die potenzielle Rendite beim Wiederverkauf nach Fertigstellung signifikant erhöhen. Geeignet für Anleger, die nicht auf sofortigen Cashflow angewiesen sind.
  • Bestandsimmobilie: Perfekt für renditeorientierte Investoren, die einen stabilen und sofortigen Cashflow suchen. Das Risiko ist geringer, die Einnahmen sind vorhersehbar. Communities wie Dubai Marina oder Business Bay bieten einen liquiden Markt mit hoher Mietnachfrage, was sie zu einer sicheren Wahl für Einkommensinvestoren macht.

Meine Empfehlung ist oft eine Mischstrategie. Für Einsteiger, die Sicherheit und einen direkten Einkommensstrom bevorzugen, ist eine Bestandsimmobilie in einer etablierten Gegend oft der bessere Start. Erfahrene Investoren, die ihr Portfolio diversifizieren möchten, können Off-Plan-Projekte nutzen, um von Marktentwicklungen und Wertsteigerungen zu profitieren. Die Analyse der Nebenkosten ist bei beiden Optionen der erste Schritt, um die wahre Rentabilität zu vergleichen.

Die Auswirkung auf Ihre Startrendite: Eine Neuberechnung

Kommen wir nun zum Kern der Analyse: Wie genau verändern diese Initialkosten die viel zitierte Rendite? Die Standardformel für die Bruttorendite ist simpel: (Jahresmiete / Kaufpreis) * 100. Diese Berechnung ist jedoch, wie wir gesehen haben, unzureichend.

Eine ehrlichere Kennzahl ist die Netto-Startrendite, die die gesamten Erwerbskosten als Basis nimmt. Die Formel lautet: (Jahresmiete / Gesamtinvestition) * 100. Lassen Sie uns das an unserem Beispiel der Wohnung in JVC durchspielen. Angenommen, die erwartete Jahresmiete für die Wohnung beträgt 120.000 AED.

Traditionelle Bruttorendite-Berechnung: (120.000 AED / 1.800.000 AED) * 100 = 6,67 %

Diese Zahl sieht auf dem Papier gut aus und wird oft in Marketingmaterialien verwendet. Sie ist aber nicht die Realität. Nun berechnen wir die Rendite auf Basis Ihrer tatsächlichen Gesamtinvestition von 1.915.080 AED.

Realistische Netto-Startrendite-Berechnung: (120.000 AED / 1.915.080 AED) * 100 = 6,27 %

Der Unterschied von 0,4 Prozentpunkten mag auf den ersten Blick gering erscheinen, aber er ist signifikant. Er spiegelt die unmittelbare Auswirkung der Nebenkosten wider. Und dies ist immer noch eine optimistische Zahl, da sie die laufenden Kosten wie Servicegebühren, Instandhaltung und mögliche Leerstandszeiten noch nicht berücksichtigt. Wenn wir von dieser Jahresmiete noch realistische Servicegebühren von beispielsweise 25.000 AED abziehen, sinkt der Netto-Cashflow auf 95.000 AED. Die tatsächliche Nettorendite wäre dann:

Echte Nettorendite (nach allen Kosten): ((120.000 AED - 25.000 AED) / 1.915.080 AED) * 100 = 4,96 %

Plötzlich ist die Rendite von fast 7 % auf unter 5 % gefallen. Das ist keine schlechte Rendite für eine stabile Anlage in einer globalen Metropole, aber es ist eine ehrliche Zahl. Sie zeigt, warum eine oberflächliche Betrachtung der Bruttorendite irreführend ist. Die Erwerbskosten sind ein fixer, anfänglicher „Abschlag“ auf Ihre Rendite. Je länger Sie die Immobilie halten, desto mehr verteilt sich dieser anfängliche Kostenblock über die Jahre und seine relative Auswirkung sinkt. Für die anfängliche Kaufentscheidung ist er jedoch von zentraler Bedeutung.

Für einen Off-Plan-Investor, der ein DLD-Waiver-Angebot nutzt, sieht die Kalkulation anders aus. Angenommen, er kauft eine vergleichbare Wohnung für 1,8 Mio. AED und seine Nebenkosten sind dank des Angebots vernachlässigbar gering. Seine Gesamtinvestition liegt also bei ca. 1.800.000 AED. Nach Fertigstellung und bei gleicher Miete von 120.000 AED wäre seine Startrendite (vor Servicegebühren) die vollen 6,67 %. Dieser Vorteil wird jedoch durch die zwei bis drei Jahre ohne Mieteinnahmen während der Bauphase relativiert. Es gibt keinen „kostenlosen Lunch“; es ist immer ein Abwägen zwischen sofortigem Cashflow mit höheren Einstiegskosten und zukünftigem Potenzial mit niedrigeren Einstiegskosten.

Key takeaway

Die wichtigste Erkenntnis für jeden Investor in Dubai ist, die Bruttorendite als Marketingzahl zu betrachten und die eigene Analyse immer auf der Basis der Gesamtinvestition — Kaufpreis plus aller Nebenkosten, durchzuführen. Addieren Sie mindestens 6-7 % zum Kaufpreis einer Bestandsimmobilie, um Ihr wahres Budget und Ihre echte Startrendite zu ermitteln. Nur so treffen Sie eine Entscheidung, die auf Fakten und nicht auf Fiktion beruht.

Bei Gaia Living ist diese transparente und detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse der Kern unserer Beratung. Wir sehen uns nicht als Verkäufer, sondern als Analysten und Strategen an Ihrer Seite. Unser Ziel ist es, Ihnen ein vollständiges und ungeschminktes Bild der finanziellen Realitäten zu geben, damit Ihr Immobilieninvestment in Dubai auf einem soliden Fundament steht und langfristig erfolgreich ist. Wenn Sie bereit sind, über die Schlagzeilen hinauszuschauen und eine wirklich fundierte Investitionsentscheidung zu treffen, sprechen Sie mit unserem Team. Wir sind hier, um die Zahlen für Sie zu analysieren.

Quellen

Frequently asked

Questions, answered

Wie hoch ist die DLD-Gebühr in Dubai?
Die Gebühr des Dubai Land Department (DLD) beträgt pauschal 4 % des Immobilienkaufpreises. Hinzu kommen geringe administrative Gebühren für die Ausstellung der Eigentumsurkunde (Title Deed). Normalerweise teilen sich Käufer und Verkäufer diese 4 % nicht; der Käufer trägt sie vollständig.
Welche Maklerprovision zahlt man in Dubai?
Beim Kauf einer Bestandsimmobilie zahlt der Käufer in der Regel eine Maklerprovision von 2 % des Kaufpreises zuzüglich 5 % Mehrwertsteuer auf die Provision. Bei Off-Plan-Projekten wird die Provision des Maklers direkt vom Bauträger übernommen, sodass für den Käufer keine direkten Maklerkosten anfallen.
Was sind NOC-Gebühren beim Immobilienkauf?
Die NOC-Gebühr (No Objection Certificate) wird vom Bauträger für die Ausstellung eines Freigabedokuments erhoben, das bestätigt, dass alle Servicegebühren beglichen sind und der Bauträger keine Einwände gegen den Verkauf hat. Die Kosten liegen typischerweise zwischen 500 und 5.000 AED und werden meist vom Verkäufer getragen.
Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Dubai?
Rechnen Sie als Käufer einer Bestandsimmobilie mit Kaufnebenkosten von etwa 6,5 % bis 7,5 % des Kaufpreises. Dieser Wert umfasst die 4 % DLD-Gebühr, die 2 % Maklerprovision (plus MwSt.), die Gebühr für die Eigentumsurkunde und weitere kleinere Verwaltungskosten.
Beeinflussen die Kaufnebenkosten die Mietrendite?
Ja, erheblich. Die Kaufnebenkosten erhöhen Ihre Gesamtinvestition, was die Nettorendite direkt schmälert. Eine Immobilie mit einer Bruttorendite von 7 % hat nach Einrechnung von 7 % Nebenkosten eine tatsächliche Startrendite von nur ca. 6,5 %, bevor laufende Kosten wie Servicegebühren abgezogen werden.
Fallen DLD-Gebühren auch bei Off-Plan-Immobilien an?
Ja, die 4 % DLD-Gebühr ist auch bei Off-Plan-Käufen fällig. Einige Bauträger bieten jedoch als Anreiz an, diese Gebühr für den Käufer zu übernehmen. Solche Angebote sind sehr attraktiv, da sie Ihre initialen Kosten signifikant senken und die Startrendite verbessern.
David Hofmann — portrait
Verfasst von
Miet- und Renditeanalyst

Markus' Leidenschaft ist der Cashflow – Brutto- versus Nettorenditen, Kurzzeit- versus Langzeitvermietungen und der RERA Mietindex. Er schreibt für Vermieter und Einkommensinvestoren.

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