Immobilienkauf in Dubai für Nicht-Residenten — Dubai real estate
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Immobilienkauf in Dubai für Nicht-Residenten

Als Nicht-Resident in Dubai eine Immobilie zu erwerben, ist einfacher als viele denken. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie als ausländischer Investor erfolgreich sind, von rechtlichen Rahmenbedingungen bis zur Kostenkalkulation.

Thomas Schneider — portrait
9. September 2026 · 17 Min. Lesezeit

Als Nicht-Resident eine Immobilie in Dubai zu erwerben, ist dank klarer Gesetze und eines investorenfreundlichen Umfelds unkomplizierter, als die meisten annehmen. Dieser Leitfaden führt Sie als Offshore-Käufer durch den gesamten Prozess, zeigt die spezifischen Hürden auf und gibt Ihnen die Werkzeuge an die Hand, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

In diesem Leitfaden für den Immobilienkauf als Nicht-Resident in Dubai gehen wir auf die entscheidenden Punkte ein:

  • Freehold vs. Leasehold: Wo Sie als Ausländer kaufen dürfen
  • Der Kaufprozess Schritt für Schritt: Von der Suche bis zur Schlüsselübergabe
  • Die vollständige Kostenaufschlüsselung: Alle Gebühren und Steuern im Detail
  • Finanzierungsmöglichkeiten: Wie Sie als Nicht-Resident eine Hypothek erhalten
  • Die Rolle der Vollmacht (POA): Immobilienkauf aus der Ferne
  • Das Immobilienvisum: Ihr Weg zum Wohnsitz in Dubai
  • Praktische Überlegungen: Bankkonten, Währungsschwankungen und mehr

Die Grundlage: Freehold-Zonen verstehen

Die wichtigste Regel für den Immobilienkauf als Nicht-Resident in Dubai ist das Konzept der „Freehold“-Zonen. Entgegen dem weit verbreiteten Irrglauben, dass Ausländer überall in Dubai Eigentum erwerben können, beschränkt sich dieses Recht auf speziell ausgewiesene Gebiete. Im Jahr 2002 öffnete Dubai seinen Immobilienmarkt für ausländische Investoren und schuf damit diese Freehold-Gebiete, in denen Nicht-GCC-Staatsangehörige (also alle außer Bürgern der Golf-Kooperationsrat-Staaten) das uneingeschränkte und vererbbare Eigentumsrecht an Grund und Boden erwerben können. Außerhalb dieser Zonen ist der Erwerb für Ausländer meist auf Leasehold-Basis beschränkt, was bedeutet, dass Sie die Immobilie nur für einen festgelegten Zeitraum, typischerweise bis zu 99 Jahre, pachten.

Für 99 % der ausländischen Investoren ist das jedoch keine Einschränkung. Die Freehold-Zonen umfassen praktisch alle Gebiete, die für einen internationalen Lebensstil oder eine Investition attraktiv sind. Denken Sie an die glitzernden Türme von Dubai Marina, das pulsierende Herz von Downtown Dubai mit Blick auf den Burj Khalifa, die ikonische Palm Jumeirah oder aufstrebende Familiengemeinschaften wie Arabian Ranches und Dubai Hills Estate. Selbst neuere, erschwinglichere Gegenden wie Jumeirah Village Circle (JVC) oder Arjan sind als Freehold ausgewiesen. Die Regierung von Dubai hat diese Zonen strategisch so platziert, dass sie das Wachstum der Stadt vorantreiben und das meiste Kapital anziehen.

Die rechtliche Grundlage dafür ist im Gesetz Nr. 7 von 2006 über die Immobilienregistrierung im Emirat Dubai verankert, das vom Dubai Land Department (DLD) durchgesetzt wird. Wenn Sie also als Ausländer Immobilien kaufen in Dubai, findet Ihre Suche fast ausschließlich innerhalb dieser Freehold-Zonen statt. Das DLD führt eine offizielle und ständig aktualisierte Liste dieser Gebiete. Ein kompetenter Immobilienberater, wie wir bei Gaia Living, wird Ihnen von vornherein nur Immobilien in diesen für Sie relevanten Zonen präsentieren. Die Konzentration auf Freehold ist kein Nachteil, sondern eine bewusste politische Entscheidung, die ausländischen Investoren maximale Sicherheit und vollwertiges Eigentum garantiert.

Der Kaufprozess: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Offshore-Käufer

Marina HeightsAusgewähltes Projekt
Marina Heights
Meraas · Dubai Marina
Von
AED 4.2M

Der Prozess des Immobilienkaufs in Dubai ist standardisiert und transparent, was ihn auch für Offshore-Käufer sicher macht. Er unterscheidet sich jedoch je nachdem, ob Sie eine Bestandsimmobilie (Secondary Market) oder eine Immobilie direkt vom Bauträger (Off-Plan) erwerben. Ich konzentriere mich hier auf den Kauf einer Bestandsimmobilie, da dieser für Nicht-Residenten die meisten Interaktionen erfordert.

Der Prozess lässt sich in folgende Schritte unterteilen:

1. Einigung und Vorvertrag (MOU): Sobald Sie sich mit dem Verkäufer auf einen Preis geeinigt haben, wird ein „Memorandum of Understanding“ (MOU), auch bekannt als Form F, aufgesetzt. Dies ist ein von der RERA (Real Estate Regulatory Agency) standardisierter Vorvertrag. Zu diesem Zeitpunkt leisten Sie als Käufer eine Anzahlung in Höhe von 10 % des Kaufpreises, die in Form eines Schecks an das Büro des registrierten Immobilienmaklers übergeben und treuhänderisch verwaltet wird. Diese Anzahlung ist bindend: Ziehen Sie sich ohne triftigen, im Vertrag festgelegten Grund zurück, verfällt die Anzahlung. Zieht sich der Verkäufer zurück, muss er Ihnen die Anzahlung in der Regel erstatten und eine Strafzahlung in gleicher Höhe leisten.

2. Beantragung des NOC: Der Verkäufer muss ein „No Objection Certificate“ (NOC) vom Bauträger der Immobilie einholen. Dieses Dokument bestätigt, dass alle Servicegebühren und sonstigen ausstehenden Beträge an den Bauträger beglichen sind und dieser keine Einwände gegen den Verkauf hat. Die Gebühren für das NOC variieren stark je nach Bauträger — von 500 AED bis zu 5.000 AED, und werden üblicherweise vom Verkäufer getragen.

3. Termin beim Treuhänder (Trustee): Der eigentliche Eigentumsübertrag findet in einem der vom DLD lizenzierten „Trustee Offices“ statt. Käufer und Verkäufer (oder ihre bevollmächtigten Vertreter) treffen sich dort zum finalen Termin. Hier werden alle erforderlichen Dokumente geprüft und die letzten Zahlungen geleistet.

4. Finale Zahlungen: Beim Treuhänder-Termin übergeben Sie als Käufer die restliche Kaufsumme in Form eines „Manager's Cheque“ (ein von der Bank garantierter Scheck) an den Verkäufer. Gleichzeitig begleichen Sie die Gebühren für das DLD (4 % des Kaufpreises plus Verwaltungsgebühren) und die Treuhändergebühr (ca. 4.000 AED + 5 % MwSt.). Auch die Maklergebühr (üblicherweise 2 % des Kaufpreises + 5 % MwSt.) wird zu diesem Zeitpunkt fällig.

5. Ausstellung der neuen Eigentumsurkunde (Title Deed): Sobald alle Zahlungen bestätigt und die Dokumente verifiziert sind, leitet der Treuhänder den Übertrag im System des DLD ein. Innerhalb weniger Stunden oder maximal eines Tages wird die neue Eigentumsurkunde (Title Deed) auf Ihren Namen ausgestellt. Sie sind nun der rechtmäßige Eigentümer der Immobilie. Sie erhalten eine digitale Version und können bei Bedarf eine gedruckte Version anfordern. Herzlichen Glückwunsch!

Dieser Prozess ist für Nicht-Residenten identisch. Die größte Hürde ist oft die physische Anwesenheit, die aber, wie ich später erläutern werde, durch eine Vollmacht umgangen werden kann. Ein erfahrener Berater von Gaia Living koordiniert all diese Schritte für Sie, stellt sicher, dass alle Dokumente korrekt sind, und begleitet Sie zum Treuhänder-Termin, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Die wahren Kosten: Eine detaillierte Aufschlüsselung

Einer der häufigsten Fehler, den Erstkäufer in Dubai machen — insbesondere Nicht-Residenten, , ist die Unterschätzung der Nebenkosten. Der ausgeschriebene Preis ist bei Weitem nicht der Endpreis. Meiner Erfahrung nach sollten Sie als Faustregel mit zusätzlichen Kosten von etwa 7 % bis 8 % des Kaufpreises für eine Bestandsimmobilie rechnen. Eine transparente Kostenplanung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Immobilienkauf ohne böse Überraschungen. Lassen Sie uns das an einem konkreten Beispiel durchgehen.

Angenommen, Sie kaufen ein Apartment in Business Bay für 2.000.000 AED.

Ihre Nebenkosten als Käufer setzen sich wie folgt zusammen:

  • Dubai Land Department (DLD) Transfer Fee: 4 % des Kaufpreises
  • 2.000.000 AED * 4 % = 80.000 AED
  • DLD Verwaltungsgebühren: Eine feste Gebühr, die bei der Übertragung anfällt.
  • Ca. 580 AED
  • Immobilienmaklergebühr: Üblicherweise 2 % des Kaufpreises + 5 % MwSt.
  • 2.000.000 AED * 2 % = 40.000 AED
  • 40.000 AED * 5 % MwSt. = 2.000 AED
  • Gesamt: 42.000 AED
  • Treuhändergebühr (Trustee Fee): Für die Abwicklung des Eigentumsübertrags.
  • 4.000 AED + 5 % MwSt. = 4.200 AED

Gesamte Nebenkosten für den Käufer: 80.000 + 580 + 42.000 + 4.200 = 126.780 AED

Ihr Gesamtinvestitionsaufwand für diese Immobilie beläuft sich also nicht auf 2.000.000 AED, sondern auf 2.126.780 AED. Das entspricht etwa 6,3 % des Kaufpreises. Die Kosten auf Verkäuferseite, wie die NOC-Gebühr oder eine eventuelle Hypothekenablösegebühr, sind hier nicht enthalten. Beim Kauf einer Off-Plan-Immobilie ist die Struktur etwas anders. Dort zahlen Sie die 4 % DLD-Gebühr ebenfalls, aber oft direkt an den Bauträger zusammen mit einer Oqood-Registrierungsgebühr. Die Maklergebühr entfällt in der Regel, da diese vom Bauträger übernommen wird. Dennoch ist es entscheidend, diese Zahlen im Kopf zu haben. Ein solides Verständnis der Kostenstruktur ist ein zentraler Aspekt, wenn Sie erfolgreich im Ausland in Dubai investieren wollen.

“Die 4 % DLD-Gebühr ist nicht verhandelbar und stellt den größten Einzelposten der Nebenkosten dar. Planen Sie diese Summe von Anfang an fest in Ihr Budget ein, um nicht von der Realität eingeholt zu werden.”

Vergessen Sie auch nicht die laufenden Kosten nach dem Kauf. Dazu gehören die jährlichen Servicegebühren, die je nach Gebäude, Lage und Ausstattung stark variieren können — von 12 AED pro Quadratfuß in günstigeren Gegenden bis über 30 AED pro Quadratfuß in Premium-Türmen in Dubai Marina oder Downtown. Diese Gebühren decken die Instandhaltung von Pool, Fitnessstudio, Sicherheit und Gemeinschaftsbereichen ab. Hinzu kommen die Kosten für die DEWA (Dubai Electricity and Water Authority) und eventuell für eine Hausrat- und Gebäudeversicherung. Eine seriöse Beratung muss immer auch diese laufenden Verpflichtungen transparent machen.

Hypotheken für Nicht-Residenten: Was ist möglich?

Die Finanzierung einer Immobilie in Dubai über eine Hypothek ist auch für Nicht-Residenten eine Option, aber die Hürden sind deutlich höher als für Einwohner der VAE. Wenn Sie nicht über das gesamte Kapital verfügen oder Ihr Kapital nicht binden möchten, ist es wichtig, die Realitäten des lokalen Hypothekenmarktes zu kennen. Die Vorschriften der Zentralbank der VAE (Central Bank of the UAE) sind hier maßgebend und setzen klare Grenzen.

Für Nicht-Residenten liegt die maximale Beleihungsquote (Loan-to-Value, LTV) für eine erste Immobilie unter 5 Millionen AED in der Regel bei 60 %, oft sogar nur bei 50 %. Das bedeutet, Sie müssen eine Anzahlung von mindestens 40-50 % des Kaufpreises aus eigenen Mitteln aufbringen, plus die oben genannten Nebenkosten von ca. 7-8 %. Für eine Immobilie im Wert von 2 Millionen AED müssten Sie also mit einer Eigenkapitalanforderung von rund 1.000.000 AED (50 % Anzahlung) plus 126.780 AED Nebenkosten rechnen, also insgesamt knapp 1,13 Millionen AED.

Die Banken in den VAE führen bei Nicht-Residenten eine extrem sorgfältige Bonitätsprüfung durch. Sie müssen nachweisen, dass Sie über ein stabiles und hohes Einkommen in Ihrem Heimatland verfügen. Zu den typischerweise geforderten Unterlagen gehören:

  • Kopien des Reisepasses und eventuell vorhandener Visa
  • Gehaltsabrechnungen der letzten 6-12 Monate
  • Kontoauszüge der letzten 6-12 Monate (sowohl Gehalts- als auch Sparkonten)
  • Eine Kreditauskunft aus Ihrem Heimatland (z. B. SCHUFA in Deutschland)
  • Arbeitsvertrag und ein Bestätigungsschreiben Ihres Arbeitgebers
  • Nachweise über weitere Vermögenswerte oder Mieteinnahmen

Einige Banken arbeiten nur mit Bewerbern aus bestimmten Ländern oder von bestimmten „genehmigten“ Arbeitgebern zusammen. Der Prozess kann langwierig sein und dauert oft mehrere Wochen. Es ist daher unerlässlich, sich so früh wie möglich eine grundsätzliche Hypothekenzusage (Pre-Approval) von einer Bank zu sichern, noch bevor Sie ernsthaft auf Immobiliensuche gehen. Dieses Pre-Approval ist in der Regel 30 bis 60 Tage gültig und gibt Ihnen die Sicherheit, dass Sie finanzierungsfähig sind. Wir bei Gaia Living haben etablierte Beziehungen zu Hypothekenberatern, die auf Nicht-Residenten spezialisiert sind und Ihnen helfen können, die richtige Bank zu finden und die Antragsunterlagen optimal vorzubereiten.

Der Kauf aus der Ferne: Die Macht der Vollmacht (POA)

Eine der häufigsten Fragen von Offshore-Käufern ist: „Muss ich für den Kauf nach Dubai fliegen?“ Die Antwort lautet: Nein, nicht unbedingt. Der gesamte Kaufprozess kann rechtssicher aus der Ferne über eine Vollmacht (Power of Attorney, POA) abgewickelt werden. Dies ist ein entscheidender Mechanismus, der den Immobilienkauf für Nicht-Residenten in Dubai erst wirklich praktikabel macht.

Eine POA ist ein juristisches Dokument, mit dem Sie eine andere Person (den Bevollmächtigten) ermächtigen, in Ihrem Namen zu handeln. Dieser Bevollmächtigte kann dann das MOU unterzeichnen, den Manager's Cheque übergeben und beim Treuhänder-Termin den Eigentumsübertrag für Sie vollziehen. Es ist von entscheidender Bedeutung, wem Sie diese Vollmacht erteilen. In der Regel ist dies ein zugelassener Rechtsanwalt in den VAE oder ein absolut vertrauenswürdiger Vertreter, beispielsweise Ihr lizenzierter Immobilienberater. Ich rate dringend davon ab, die POA einer nicht professionellen oder unregulierten Person zu erteilen.

Der Prozess zur Erstellung einer gültigen POA für die Nutzung in Dubai ist streng geregelt, um Missbrauch zu verhindern. Wenn Sie sich im Ausland befinden, sind folgende Schritte erforderlich:

1. Aufsetzen der POA: Das Dokument muss von einem Anwalt in den VAE entworfen werden, um sicherzustellen, dass es den lokalen Gesetzen entspricht und die spezifischen Befugnisse für den Immobilienkauf klar definiert. 2. Notarielle Beglaubigung im Heimatland: Sie müssen die POA vor einem Notar in Ihrem Wohnsitzland unterzeichnen. 3. Überbeglaubigung/Apostille: Je nach Land muss die notariell beglaubigte POA von einer übergeordneten staatlichen Stelle (z. B. Landgericht) und/oder dem Außenministerium Ihres Landes beglaubigt werden (Apostille im Rahmen des Haager Übereinkommens). 4. Legalisierung durch die VAE-Botschaft: Das Dokument muss dann von der Botschaft oder dem Konsulat der VAE in Ihrem Land legalisiert werden. 5. Attestierung in den VAE: Nach Ankunft in Dubai muss die POA schließlich vom Außenministerium der VAE (Ministry of Foreign Affairs, MoFA) attestiert werden, bevor sie rechtsgültig ist.

Dieser Prozess klingt kompliziert und kann mehrere Wochen dauern und einige hundert Euro kosten. Er ist jedoch der goldene Standard für sichere Ferntransaktionen. Planen Sie diesen Zeitaufwand unbedingt ein. Wenn Sie eine Immobilie ins Auge gefasst haben, sollten Sie den POA-Prozess sofort starten. Eine alternative, schnellere Methode ist es, nach Dubai zu reisen und die POA direkt vor Ort bei einem Notar Public in Dubai zu erstellen. Dies dauert nur wenige Stunden, erfordert aber Ihre persönliche Anwesenheit.

Das Immobilienvisum: Ihr Weg zum Leben in Dubai

Für viele ausländische Investoren ist der Immobilienkauf nicht nur eine finanzielle Entscheidung, sondern auch ein Schritt in Richtung eines neuen Lebensstils oder eines sicheren Hafens. Das „Visum durch Immobilien in Dubai“ ist ein starker Anreiz und ein klares Bekenntnis der Regierung zur langfristigen Bindung von Investoren. Die Regeln hierfür sind klar definiert und wurden in den letzten Jahren sogar noch attraktiver gestaltet.

Aktuell gibt es zwei Hauptoptionen, um durch eine Immobilie ein Aufenthaltsvisum zu erhalten:

1. Das 2-jährige Investorenvisum: Wenn Sie eine oder mehrere bezugsfertige Wohnimmobilien mit einem Gesamtwert von mindestens 750.000 AED erwerben, qualifizieren Sie sich für ein 2-jähriges Aufenthaltsvisum. Wichtig ist, dass der investierte Betrag nicht über eine Hypothek finanziert sein darf, sondern aus Eigenkapital stammen muss. Wenn die Immobilie beliehen ist, muss der Eigenkapitalanteil mindestens 750.000 AED betragen. Dieses Visum ist verlängerbar, solange Sie die Immobilie besitzen, und Sie können auch Ihren Ehepartner und Ihre Kinder sponsern.

2. Das 10-jährige Golden Visa: Dies ist die begehrteste Option. Sie qualifizieren sich für das Golden Visa, wenn Sie eine oder mehrere Immobilien im Wert von mindestens 2.000.000 AED kaufen. Ein entscheidender Vorteil hierbei ist, dass die Immobilie auch über eine Hypothek von einer zugelassenen lokalen Bank finanziert sein kann. Sie kann auch eine Off-Plan-Immobilie von einem genehmigten Bauträger sein. Das Golden Visa bietet erhebliche Vorteile: Es ist 10 Jahre lang gültig, erfordert keinen Sponsor, erlaubt es Ihnen, sich für längere Zeit außerhalb der VAE aufzuhalten, ohne dass das Visum erlischt, und Sie können Ihre Familienmitglieder und sogar Hausangestellte sponsern.

Beide Visa gewähren Ihnen das Recht, in den VAE zu leben, ein Bankkonto zu eröffnen, einen lokalen Führerschein zu beantragen und Ihre Kinder in lokale Schulen zu schicken. Sie sind jedoch keine Arbeitserlaubnis. Um in den VAE zu arbeiten, benötigen Sie weiterhin eine separate Arbeitserlaubnis, die in der Regel vom Arbeitgeber gesponsert wird. Für viele Investoren, Rentner oder digitale Nomaden, die ihr Einkommen aus dem Ausland beziehen, ist das Immobilienvisum jedoch der perfekte Weg, um die hohe Lebensqualität, Sicherheit und Steuervorteile Dubais legal zu nutzen.

Key takeaway

Der Kaufprozess für Nicht-Residenten in Dubai ist bewusst transparent und sicher gestaltet. Die größten Hürden sind nicht rechtlicher, sondern praktischer Natur: die Sicherung der Finanzierung, das Verständnis der wahren Kosten und die Organisation der Transaktion aus der Ferne. Mit sorgfältiger Planung und der richtigen professionellen Begleitung sind diese Herausforderungen jedoch leicht zu meistern.

Praktische Ratschläge für einen reibungslosen Ablauf

Abschließend möchte ich noch einige praktische Tipps aus meiner täglichen Arbeit mit internationalen Kunden teilen, die oft übersehen werden, aber den Prozess erheblich erleichtern können. Der Teufel steckt, wie so oft, im Detail, und eine gute Vorbereitung kann Ihnen Zeit, Geld und Nerven sparen.

Erstens: Eröffnen Sie so früh wie möglich ein lokales Bankkonto in den VAE. Auch wenn es technisch möglich ist, Zahlungen aus dem Ausland zu tätigen, ist es für die Abwicklung des Kaufs unendlich einfacher, über ein lokales Konto zu verfügen. Für die Ausstellung des entscheidenden „Manager's Cheque“ für die Restzahlung ist ein lokales Konto unerlässlich. Die Eröffnung als Nicht-Resident ohne Aufenthaltsvisum ist bei einigen Banken möglich, erfordert aber oft höhere Mindesteinlagen. Sobald Sie Ihr Immobilienvisum haben, wird dieser Prozess trivial.

Zweitens: Berücksichtigen Sie Währungsschwankungen. Da der VAE-Dirham (AED) fest an den US-Dollar gekoppelt ist (1 USD = 3,6725 AED), sind Sie als Investor aus dem Euroraum oder anderen Währungsgebieten einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Der Betrag, den Sie in Ihrer Heimatwährung aufwenden müssen, kann sich zwischen dem Zeitpunkt der Einigung und dem Zeitpunkt der finalen Zahlung ändern. Ziehen Sie die Nutzung von spezialisierten Devisenbrokern in Betracht, die Ihnen ermöglichen können, einen Wechselkurs für eine zukünftige Transaktion festzuschreiben (Termingeschäft). Dies schafft Planungssicherheit.

Drittens: Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung eines lizenzierten und erfahrenen Immobilienberaters. In einem Markt wie Dubai, der so viele Möglichkeiten bietet, ist ein vertrauenswürdiger Partner an Ihrer Seite, der den Markt kennt, die Prozesse versteht und ausschließlich in Ihrem Interesse handelt, von unschätzbarem Wert. Ein guter Berater wird Sie nicht nur zu Immobilienangeboten führen, sondern Sie durch den gesamten administrativen Dschungel navigieren — von der Hypothekenberatung über die POA-Koordination bis hin zur finalen Übergabe. Bei Gaia Living verstehen wir uns genau als dieser Partner für unsere internationalen Kunden. Wir sorgen dafür, dass Ihr Immobilienkauf in Dubai nicht nur erfolgreich, sondern auch eine positive Erfahrung wird.

Sources

Frequently asked

Questions, answered

Kann ich als Ausländer jede Immobilie in Dubai kaufen?
Nein. Als Ausländer (Nicht-GCC-Bürger) können Sie Immobilien nur in speziell ausgewiesenen „Freehold“-Zonen erwerben. Diese Zonen umfassen die beliebtesten Gegenden wie Dubai Marina, Downtown Dubai und Palm Jumeirah und bieten volles Eigentumsrecht.
Wie hoch sind die Nebenkosten beim Immobilienkauf in Dubai?
Rechnen Sie mit Nebenkosten von etwa 7-8% des Kaufpreises. Der größte Posten ist die 4%-ige Übertragungsgebühr des Dubai Land Department (DLD). Hinzu kommen Maklergebühren (üblicherweise 2%), Treuhändergebühren (ca. 4.000 AED + MwSt.) und Gebühren für das Unbedenklichkeitszertifikat (NOC).
Bekomme ich durch den Immobilienkauf in Dubai ein Visum?
Ja, der Immobilienkauf kann Sie für ein Visum qualifizieren. Für eine Immobilie im Wert von mindestens 750.000 AED können Sie ein 2-jähriges Investorenvisum beantragen. Für Immobilien im Wert von 2 Millionen AED oder mehr qualifizieren Sie sich für das begehrte 10-jährige Golden Visa.
Ist es schwierig, als Nicht-Resident eine Hypothek in Dubai zu bekommen?
Es ist möglich, aber die Anforderungen sind strenger. Banken verlangen in der Regel eine höhere Anzahlung von Nicht-Residenten, oft bis zu 50% des Kaufpreises, und führen eine sehr gründliche Prüfung Ihrer globalen Einkünfte und Kreditwürdigkeit durch.
Was ist der Unterschied zwischen dem Kauf einer Bestandsimmobilie und einer Off-Plan-Immobilie?
Beim Kauf einer Bestandsimmobilie (Secondary Market) zahlen Sie den vollen Preis im Voraus und die Transaktion ist schnell. Bei einer Off-Plan-Immobilie kaufen Sie direkt vom Bauträger vor der Fertigstellung und zahlen in Raten gemäß einem Zahlungsplan. Dies bindet weniger Kapital zu Beginn, birgt aber das Risiko von Bauverzögerungen.
Muss ich für den Kaufprozess persönlich in Dubai anwesend sein?
Nein, es ist nicht zwingend erforderlich. Sie können den gesamten Prozess aus der Ferne abwickeln, indem Sie einer Person Ihres Vertrauens — idealerweise einem zugelassenen Anwalt oder Ihrem lizenzierten Immobilienmakler, eine offizielle Vollmacht (Power of Attorney, POA) erteilen. Diese muss in Ihrem Heimatland notariell beglaubigt und von den VAE-Behörden attestiert werden.
Thomas Schneider — portrait
Verfasst von
Redakteur für Immobilientransaktionen

Daniel beleuchtet beide Seiten des Geschäfts – wie man gut einkauft und wie man für mehr verkauft. Er ist besessen von Prozessen, Zeitabläufen und den Gebühren, vor denen niemand warnt.

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