Dubai Islands Masterplan: Analyse für Investoren — Dubai real estate
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Dubai Islands Masterplan: Analyse für Investoren

Die Dubai Islands, ehemals Deira Islands, werden neu konzipiert. Ich analysiere, was der überarbeitete Masterplan des Entwicklers Nakheel für Investoren und den Immobilienmarkt von Dubai wirklich bedeutet.

Philipp Koch — portrait
13. September 2026 · 14 Min. Lesezeit

Die Wiederbelebung von Dubais Mega-Projekten ist in vollem Gange, doch während alle Augen auf die spektakuläre Rückkehr von Palm Jebel Ali gerichtet sind, findet eine andere, strategisch ebenso bedeutsame Transformation im Norden der Stadt statt. Die Dubai Islands, vielen noch unter ihrem alten Namen Deira Islands bekannt, werden unter einem neuen Masterplan von Nakheel neu positioniert. Für Investoren stellt sich die Frage: Handelt es sich hierbei nur um ein Rebranding oder um eine grundlegend neue Chance?

In diesem Artikel analysieren wir, was sich hinter dem Dubai Islands Masterplan verbirgt und was er für den Markt bedeutet:

  • Von Deira zu Dubai Islands: Die strategische Neuausrichtung und ihre Bedeutung.
  • Der Masterplan im Detail: Was auf den fünf Inseln geplant ist.
  • Erste Projekte und Preise: Ein Blick auf die bereits gestarteten Immobilien.
  • Zielgruppe und Positionierung: Wer soll hier leben und investieren?
  • Die Konkurrenz im eigenen Haus: Der Vergleich mit Palm Jumeirah und Palm Jebel Ali.
  • Risiken und Chancen: Eine kritische Bewertung für Investoren.
  • Eine typische Kostenaufstellung: Was ein Investment konkret kostet.
  • Mein Fazit: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die Dubai Islands?

Vom Problemkind zur strategischen Reserve: Die Metamorphose der Deira Islands

Um das Potenzial der heutigen Dubai Islands zu verstehen, müssen wir ihre wechselhafte Geschichte betrachten. Ursprünglich als Palm Deira konzipiert, sollte das Projekt die dritte und größte der Palmeninseln von Nakheel werden, noch ambitionierter als die Palm Jumeirah. Die Finanzkrise von 2008 bereitete diesen Plänen ein jähes Ende. Das Projekt wurde radikal verkleinert, in Deira Islands umbenannt und dümpelte jahrelang als eine Ansammlung von Hotels, einem Souk und einem Nachtmarkt vor sich hin. Es fehlte eine klare Vision, eine kohärente Identität. Die Inseln wirkten isoliert, eine Erweiterung von Deira, aber nicht wirklich ein Teil des modernen Dubai.

Die Umbenennung in „Dubai Islands“ im Jahr 2022 war mehr als nur Kosmetik. Es war ein Signal des Herrscherhauses und des Entwicklers Nakheel, das Projekt neu zu priorisieren und es in die übergeordnete „Dubai 2040 Urban Master Plan“-Strategie zu integrieren. Der neue Name selbst ist ein cleverer Schachzug. Er löst das Projekt vom Image des „alten Dubai“ und positioniert es als eine für die gesamte Stadt relevante Destination, ähnlich wie Bluewaters Island oder Emaar Beachfront. Diese Neuausrichtung ist entscheidend, denn sie zielt darauf ab, eine internationale Käuferschaft anzusprechen, für die der Name „Deira“ vielleicht weniger Anziehungskraft besitzt als die Marke „Dubai“ selbst.

Meiner Meinung nach ist dies der Kern der Strategie: Die einzigartige Lage der Inseln — direkt vor der Küste des historischen und kommerziellen Herzens von Dubai, als Stärke zu nutzen, anstatt sie als Nachteil zu sehen. Während Projekte wie Dubai Creek Harbour oder die Palm Jebel Ali neue Stadtzentren im Süden schaffen, sollen die Dubai Islands das bestehende Zentrum im Norden aufwerten und erweitern. Sie verlängern Dubais Küstenlinie um über 20 Kilometer und schaffen dringend benötigtes Waterfront Living Dubai in einem Bereich der Stadt, der bisher kaum hochwertige Optionen direkt am Meer bot. Für Investoren bedeutet das: Die Deira Islands Entwicklung ist abgeschlossen; die Ära der Dubai Islands hat gerade erst begonnen.

Der Masterplan im Detail: Mehr als nur Strand und Hotels

Marina HeightsAusgewähltes Projekt
Marina Heights
Meraas · Dubai Marina
Von
AED 4.2M

Der neue Dubai Islands Masterplan sieht eine Gliederung in fünf unterschiedliche Inseln vor, jede mit einem eigenen Schwerpunkt. Dies ist ein intelligenter Ansatz, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen und eine Monokultur zu vermeiden. Die Vision ist die Schaffung einer voll integrierten „Stadt in der Stadt“ mit über 80 Hotels, weitläufigen Parkanlagen, Sportstätten, Premium-Golfplätzen mit Meerblick und einer Marina für Superyachten.

Die fünf Inseln sind wie folgt konzipiert:

1. Central Island: Das Herzstück des Projekts. Hier sind die meisten Wohn- und Hotelprojekte geplant, ebenso wie ein großer Wasserpark, weitläufige Strände und die zentrale Marina. Die ersten gestarteten Projekte wie die „Bay Residences“ von Nakheel befinden sich hier. Diese Insel wird das belebteste und urbanste Zentrum des Archipels sein. 2. Shore Island: Positioniert als Resort-Insel mit einem Fokus auf Luxushotels und Wellness. Bestehende Hotels wie das Rixos und das Centara Mirage Beach Resort sind hier bereits in Betrieb und geben einen Vorgeschmack auf die angestrebte Qualität. 3. Golf Island: Wie der Name schon sagt, wird diese Insel von einem 18-Loch-Meisterschaftsgolfplatz dominiert. Rund um den Golfplatz sind luxuriöse Villen und Mansions geplant, die sich an eine sehr vermögende Klientel richten, ähnlich dem Konzept von Jumeirah Golf Estates oder Emirates Hills, aber mit dem einzigartigen Vorteil des direkten Meerblicks. 4. Marina Island: Diese Insel wird sich auf den maritimen Lebensstil konzentrieren und eine große Marina für private Yachten bieten. Man kann davon ausgehen, dass hier Apartments und Penthäuser mit direktem Blick auf die Marina entstehen werden, vergleichbar mit der Dubai Marina, jedoch in einem potenziell exklusiveren und moderneren Rahmen. 5. Elite Island: Über diese Insel ist noch am wenigsten bekannt, aber der Name deutet auf ein ultra-luxuriöses Angebot hin. Es ist denkbar, dass hier exklusive Signature-Villen oder sogar private Inselgrundstücke angeboten werden, ähnlich wie auf Jumeirah Bay Island, wo Bulgari seine Residenzen hat.

Nakheel übernimmt nicht nur die Planung, sondern auch die Umsetzung der gesamten Infrastruktur — von Straßen und Brücken, die die Inseln mit dem Festland verbinden, bis hin zur Energie- und Wasserversorgung. Dieser integrierte Ansatz ist entscheidend für den Erfolg. Er stellt sicher, dass die Qualität der öffentlichen Räume dem Standard der privaten Projekte entspricht. Für Investoren ist dies ein wichtiges Signal, da es das Risiko von unzureichender oder verspäteter Infrastruktur minimiert, ein Problem, das in der Vergangenheit einige Großprojekte in Dubai geplagt hat. Die Nakheel Projekte Dubai auf diesen Inseln profitieren von dieser zentralen Steuerung.

Erste Projekte und Preisindikatoren: Was wird angeboten?

Die ersten Off-Plan-Projekte, die unter dem neuen Masterplan auf den Markt kamen, geben uns konkrete Anhaltspunkte zur Preisgestaltung und zum angestrebten Marktsegment. Nakheel selbst hat mit den „Bay Residences“ auf Central Island den Anfang gemacht. Hierbei handelt es sich um Apartments mit einem, zwei und drei Schlafzimmern, die sich klar an Endnutzer und Langzeitinvestoren richten, die an einem Leben am Wasser interessiert sind.

Zum Zeitpunkt des Launches lagen die Preise für Ein-Schlafzimmer-Apartments bei etwa 1,3 bis 1,5 Millionen AED. Zwei-Schlafzimmer-Wohnungen starteten bei rund 2,2 Millionen AED und Drei-Schlafzimmer-Einheiten bei über 3 Millionen AED. Das entspricht Quadratmeterpreisen, die sich im Bereich von 1.800 bis 2.200 AED bewegen. Diese Preisgestaltung ist interessant: Sie liegt deutlich über den Preisen im angrenzenden Deira, aber spürbar unter den Premiump-Preisen von etablierten Waterfront-Lagen wie der Palm Jumeirah oder Emaar Beachfront, wo vergleichbare Objekte schnell 3.000 AED pro Quadratfuß und mehr kosten können. Nakheel positioniert die Dubai Islands damit als eine Art „erreichbaren Luxus“ am Wasser.

Neben den Apartments hat Nakheel auch eine begrenzte Anzahl von Villen-Grundstücken auf den Markt gebracht. Diese Grundstücke bieten Käufern die Möglichkeit, ihre eigene Villa nach individuellen Vorstellungen zu bauen. Die Preise für diese Grundstücke variierten stark je nach Größe und Lage, begannen aber im Bereich von 7 bis 10 Millionen AED. Dies zielt auf eine wohlhabende Käuferschicht ab, die eine Alternative zu den Grundstücken auf Jumeirah Bay Island oder den älteren Fronds der Palm Jumeirah sucht. Das Investment Dubai Islands kann also sowohl den Kauf einer fertigen Wohnung als auch den Erwerb von Bauland umfassen.

Ein wichtiger Faktor für Investoren sind die Zahlungspläne. Nakheel bot für die Bay Residences einen 80/20-Zahlungsplan an. Das bedeutet, 80 % des Kaufpreises sind während der Bauphase in Raten zu zahlen, die restlichen 20 % erst bei der Übergabe der Immobilie. Solche Pläne erleichtern den Einstieg, da nicht der gesamte Betrag auf einmal aufgebracht werden muss. Für Grundstücke gelten oft andere, aggressivere Zahlungspläne, die eine schnellere vollständige Zahlung erfordern. Es ist entscheidend, dass Investoren diese Pläne genau prüfen und mit ihrer eigenen Liquiditätsplanung abgleichen.

Wer ist die Zielgruppe? Eine Analyse der Positionierung

Die entscheidende Frage für den langfristigen Erfolg der Dubai Islands ist: Wer wird dort kaufen, leben und Urlaub machen? Meiner Analyse nach verfolgt Nakheel eine dreigeteilte Strategie.

Erstens: Die Aufwertung des Nordens. Das Projekt zielt auf Familien und Geschäftsleute ab, die bereits in Deira, Bur Dubai und den umliegenden, älteren Stadtteilen leben oder arbeiten. Für diese Gruppe gab es bisher kaum moderne, hochwertige Wohnoptionen direkt am Meer. Die Dubai Islands bieten die Möglichkeit, in der Nähe des Arbeitsplatzes und der Familie zu bleiben, aber gleichzeitig einen modernen Lebensstil am Wasser zu genießen, der bisher nur in weiter südlich gelegenen Stadtteilen wie Jumeirah oder der Dubai Marina möglich war. Diese lokale Nachfrage sollte nicht unterschätzt werden; sie bildet eine solide Basis für die erste Phase der Entwicklung.

Zweitens: Internationale Investoren und Zweitwohnsitzkäufer. Durch das Rebranding und die Schaffung von erstklassigen Annehmlichkeiten wie Golfplätzen, Marinas und Luxushotels spricht das Projekt eine globale Klientel an. Für einen Investor aus Europa oder Asien, der ein Waterfront Living Dubai sucht, ist die genaue Lage innerhalb der Stadt oft sekundär, solange die Qualität, die Anbindung und das Markenversprechen stimmen. Die Nähe zum Dubai International Airport (DXB) ist hier ein erheblicher Vorteil gegenüber weiter südlich gelegenen Projekten, die näher am Al Maktoum International Airport (DWC) liegen. Die Reisezeit vom Flughafen zur Immobilie ist für internationale Käufer ein wichtiger Faktor.

Drittens: Der Tourismus- und Hotelsektor. Mit über 80 geplanten Hotels und Resorts wird ein erheblicher Teil des Projekts auf Touristen ausgerichtet sein. Das Rixos Hotel mit seinem All-inclusive-Konzept zeigt bereits, dass die Inseln ein Ziel für Familienurlaube sein können. Die geplanten Luxus- und Boutique-Hotels werden andere Segmente ansprechen. Für Immobilieninvestoren eröffnet dies Möglichkeiten im Bereich der Hotelapartments oder Kurzzeitvermietungen (Holiday Homes), sobald die regulatorischen Rahmenbedingungen dies zulassen und die Infrastruktur vollständig ausgebaut ist. Der Erfolg des Tourismussektors wird entscheidend sein, um die Inseln mit Leben zu füllen und die Nachfrage nach Einzelhandel und Gastronomie zu stützen.

“Der wahre Test für die Dubai Islands wird nicht die Qualität der Gebäude sein, sondern ob es Nakheel gelingt, eine echte Gemeinschaft und eine Seele zu schaffen, die über das touristische Angebot hinausgeht.”

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zielgruppe breit gefächert ist. Es ist kein Nischenprojekt, sondern ein Versuch, einen neuen, großen Stadtteil zu etablieren. Dies streut das Risiko, bedeutet aber auch, dass der Erfolg davon abhängt, ob es gelingt, all diese unterschiedlichen Gruppen gleichzeitig anzusprechen und eine harmonische Gemeinschaft zu bilden.

Interne Konkurrenz: Dubai Islands vs. Palm Jumeirah & Palm Jebel Ali

Ein Investor, der heute über ein Engagement in den Dubai Islands nachdenkt, muss das Projekt unweigerlich mit den anderen großen Waterfront-Projekten von Nakheel vergleichen: der etablierten Palm Jumeirah und der wiederbelebten Palm Jebel Ali. Jedes dieser Projekte hat ein eigenes, distinktes Risikoprofil und Potenzial.

Die Palm Jumeirah ist der etablierte Marktführer. Sie ist eine globale Marke, ein Symbol für Luxus in Dubai. Eine Investition hier ist eine Wette auf Stabilität und bewährte Wertentwicklung. Die Infrastruktur ist ausgereift, die Leerstandsquoten sind niedrig und die Mietrenditen, insbesondere bei Villen, sind solide. Der Nachteil: Die Einstiegspreise sind extrem hoch, und das Potenzial für exponentielles Wachstum ist geringer als bei einem neuen Projekt. Man kauft in einen reifen Markt ein. Die Palm Jumeirah ist die „Blue-Chip-Aktie“ unter den Waterfront-Projekten — sicher, aber teuer.

Die Palm Jebel Ali ist das genaue Gegenteil. Sie ist eine Wette auf die Zukunft und das massive Wachstum Dubais nach Süden. Mit der doppelten Größe der Palm Jumeirah und einer Lage nahe dem neuen Al Maktoum International Airport und dem Expo-City-Gelände ist ihr Maßstab gigantisch. Eine Investition hier ist spekulativer. Die potenziellen Gewinne sind enorm, wenn der Masterplan wie versprochen umgesetzt wird, aber der Zeithorizont ist sehr lang — wir sprechen hier von 15 bis 20 Jahren bis zur vollständigen Fertigstellung. Die Risiken sind höher, die Infrastruktur muss erst noch geschaffen werden, und der Erfolg hängt von der langfristigen demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung Dubais ab.

Die Dubai Islands positionieren sich geschickt zwischen diesen beiden Extremen. Sie bieten ein höheres Wachstumspotenzial als die Palm Jumeirah, da es sich um ein neues Entwicklungsgebiet handelt, aber mit einem geringeren spekulativen Risiko als Palm Jebel Ali. Warum? Weil die Dubai Islands an ein bestehendes, dicht besiedeltes urbanes Gefüge andocken. Sie sind keine isolierte Neugründung in der Wüste. Die Nähe zu Deira, Bur Dubai, dem Flughafen und dem alten Handelszentrum der Stadt bietet eine fundamentale Nachfrage, die weniger von zukünftigen Wachstumsprognosen abhängt. Das Investment Dubai Islands ist somit eine Art Mittelweg: eine Wette auf die Revitalisierung und Aufwertung des alten Dubai, kombiniert mit dem Reiz eines brandneuen Waterfront-Lebensstils.

Für einen Investor bedeutet das, seine eigene Risikobereitschaft und seinen Anlagehorizont zu definieren. Wer maximale Sicherheit sucht, bleibt bei der Palm Jumeirah. Wer maximales, aber hochspekulatives Wachstum anstrebt, schaut auf Palm Jebel Ali. Wer an das Potenzial der urbanen Erneuerung glaubt und einen Kompromiss aus Wachstum und fundamentaler Stabilität sucht, für den könnten die Dubai Islands die interessanteste Option der drei sein.

Risiken und Chancen für Investoren

Kein Investment ist ohne Risiko, und das gilt insbesondere für Off-Plan-Immobilien in einem so ambitionierten Projekt. Bei den Dubai Islands sehe ich mehrere zentrale Risiken, denen jedoch auch klare Chancen gegenüberstehen.

Die Risiken:

1. Langer Realisierungszeitraum: Der Masterplan ist auf viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte ausgelegt. Frühinvestoren gehen das Risiko ein, dass sich die Fertigstellung verzögert, Marktzyklen sich ändern oder Teile des Plans modifiziert werden. Wer heute kauft, lebt möglicherweise jahrelang auf einer Baustelle. 2. Image und Wahrnehmung: Gelingt es Nakheel, das alte Image von Deira abzuschütteln und die Inseln als Premium-Standort zu etablieren? Die Wahrnehmung des Marktes ist entscheidend für die zukünftige Wertentwicklung. Wenn die Inseln als „Deira mit Strand“ und nicht als eigenständige Destination wahrgenommen werden, könnten die Preissteigerungen begrenzt bleiben. 3. Konkurrenzdruck: Der gleichzeitige Ausbau von Palm Jebel Ali, Dubai Creek Harbour und anderen Mega-Projekten schafft ein enormes Angebot an Waterfront-Immobilien. Ein Überangebot könnte die Preise und Mietrenditen unter Druck setzen, insbesondere wenn das Bevölkerungswachstum nicht mit dem Bautempo Schritt hält.

Die Chancen:

1. First-Mover-Vorteil: Wer früh in einen neuen Masterplan investiert, hat die Chance auf die höchsten Wertsteigerungen. Die ersten Käufer in der Dubai Marina oder auf der Palm Jumeirah haben enorme Gewinne realisiert. Die Dubai Islands bieten die seltene Gelegenheit, von Anfang an bei der Entwicklung eines komplett neuen Stadtteils dabei zu sein. 2. Einzigartige Lage: Die Nähe zum historischen und kommerziellen Zentrum Dubais ist ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderes neues Waterfront-Projekt bieten kann. Diese Lage schafft eine organische Nachfrage und verringert die Abhängigkeit von rein spekulativen Käufern. 3. Infrastruktur-Garantie durch Nakheel: Da der Master-Entwickler staatlich unterstützt ist und die gesamte Infrastruktur selbst baut, ist das Realisierungsrisiko geringer als bei Projekten, die von vielen kleineren Entwicklern und der öffentlichen Hand abhängen. Nakheels Erfolgsbilanz mit der Palm Jumeirah schafft Vertrauen.

In meinen Augen überwiegen die Chancen die Risiken, vorausgesetzt, man hat einen langen Anlagehorizont (mindestens 7-10 Jahre) und diversifiziert sein Portfolio. Die Dubai Islands sind keine schnelle Spekulation, sondern eine strategische Investition in die nächste Phase der Stadtentwicklung Dubais.

Kostenanalyse: Ein typisches Apartment-Investment

Um die Theorie in die Praxis zu übersetzen, lassen Sie uns die Kosten für den Kauf eines exemplarischen Zwei-Schlafzimmer-Apartments in den Bay Residences auf den Dubai Islands durchrechnen. Diese Zahlen sind Schätzungen und können variieren, geben aber eine realistische Vorstellung von den anfallenden Kosten.

Annahmen: * Kaufpreis des Apartments: 2.200.000 AED * Kauf erfolgt direkt vom Entwickler (Off-Plan)

Einmalige Kaufnebenkosten:

  • DLD Transfer Fee (Grunderwerbsteuer): 4 % des Kaufpreises
  • 2.200.000 AED * 4 % = 88.000 AED
  • DLD Registrierungsgebühren: Pauschalgebühr für die Eintragung des Titels (Title Deed). Für Immobilien über 500.000 AED beträgt diese:
  • 4.000 AED + 5 % MwSt. (200 AED) = 4.200 AED
  • Oqood-Gebühr: Registrierung der Off-Plan-Immobilie im vorläufigen Register. Diese beträgt ebenfalls 4 % des Kaufpreises, wird aber oft vom Entwickler übernommen oder ist in Aktionen enthalten. Für unsere Kalkulation gehen wir davon aus, dass sie anfällt und zusammen mit der DLD-Gebühr verrechnet wird, was in der Praxis oft der Fall ist.
  • Maklergebühren: Beim Kauf direkt vom Entwickler fallen in der Regel keine Maklergebühren für den Käufer an. Wenn Sie über eine Agentur wie uns bei Gaia Living kaufen, werden wir vom Entwickler bezahlt. Kaufen Sie eine Immobilie auf dem Zweitmarkt, fallen ca. 2 % des Kaufpreises an.
  • 0 AED (im Fall eines Off-Plan-Kaufs)

Gesamte Vorauszahlung bei Kauf (ohne Anzahlung): * DLD Transfer Fee: 88.000 AED * DLD Registrierungsgebühren: 4.200 AED * Total der Nebenkosten: 92.200 AED

Hinzu kommt die erste Rate gemäß dem Zahlungsplan (z.B. 10 % oder 20 % des Kaufpreises). Bei einem 80/20-Plan mit 20 % Anzahlung wären das zusätzlich 440.000 AED, die beim Vertragsabschluss fällig werden.

Laufende jährliche Kosten (nach Übergabe):

  • Servicegebühren (Service Charges): Diese decken die Kosten für die Instandhaltung des Gebäudes, der Pools, der Sicherheit, der Grünanlagen etc. Ab. Eine realistische Schätzung für ein neues Premium-Gebäude auf den Dubai Islands liegt bei 18 - 22 AED pro Quadratfuß pro Jahr.
  • Annahme: 1.400 sq.ft. Apartment * 20 AED/sq.ft. = 28.000 AED pro Jahr

Diese Kosten sind entscheidend für die Berechnung der Netto-Mietrendite. Ein Investor muss diese von den erwarteten Mieteinnahmen abziehen, um die tatsächliche Rentabilität zu ermitteln.

Key takeaway

Der Dubai Islands Masterplan ist eine durchdachte, langfristige Vision zur Aufwertung des alten Dubai. Für geduldige Investoren, die an die urbane Erneuerung glauben und eine Alternative zu den überhitzten Preisen der Palm Jumeirah suchen, stellt das Projekt eine strategisch interessante, wenn auch nicht risikofreie, Gelegenheit dar.

Mein Fazit: Eine Wette auf die Balance

Nach eingehender Analyse des Dubai Islands Masterplans komme ich zu einem klaren Schluss: Dies ist kein kurzfristiges Spekulationsobjekt, sondern eine langfristige, strategische Positionierung. Nakheel versucht hier, eine schwierige Balance zu finden: den Charme und die zentrale Lage des alten Dubai zu nutzen, ohne dessen veraltetes Image zu erben. Die Inseln sollen modern, international und luxuriös sein, aber dennoch eine Verbindung zum Festland von Deira behalten.

Für Investoren ist das Projekt eine Wette darauf, dass diese Balance gelingt. Die Einstiegspreise sind im Vergleich zu anderen Waterfront-Projekten noch moderat, was Raum für Wertsteigerungen lässt. Die staatliche Unterstützung durch Nakheel und die Einbettung in den Dubai 2040 Plan geben ein hohes Maß an Sicherheit bezüglich der Realisierung der Kerninfrastruktur. Die Risiken, insbesondere der lange Zeithorizont und der immense Konkurrenzdruck durch andere Mega-Projekte, sind jedoch real und dürfen nicht ignoriert werden.

Meine Empfehlung für interessierte Käufer und Investoren ist differenziert. Wenn Sie einen Zweitwohnsitz suchen und den Lebensstil am Wasser in einer neuen, aufstrebenden Community genießen möchten, könnten die ersten Projekte eine ausgezeichnete Wahl sein. Sie erhalten eine brandneue Immobilie zu einem Preis, der in etablierten Lagen nicht mehr zu finden ist. Wenn Sie ein reiner Investor sind, der auf Mietrendite und Kapitalzuwachs aus ist, müssen Sie einen langen Atem haben. Die Renditen werden erst dann wirklich attraktiv, wenn die kritische Masse an Bewohnern, Hotels und Annehmlichkeiten erreicht ist — ein Prozess, der fünf bis zehn Jahre dauern kann.

Bei Gaia Living beobachten wir die Entwicklung der Dubai Islands sehr genau. Wir sehen das Potenzial, aber wir beraten unsere Kunden auch, die Risiken realistisch einzuschätzen und ihr Investment in einen breiteren Portfoliokontext zu stellen. Die Dubai Islands werden die Skyline und die Immobilienlandschaft im Norden der Stadt für immer verändern. Die Frage ist nicht ob, sondern wann — und zu welchem Preis man heute bereit ist, an diese Zukunft zu glauben.

Quellen

Frequently asked

Questions, answered

Was sind die Dubai Islands?
Die Dubai Islands sind ein Cluster von fünf künstlichen Inseln vor der Küste von Deira, dem alten Herzen Dubais. Das Projekt, das früher als Deira Islands bekannt war, wird vom Master-Entwickler Nakheel als neuer Waterfront-Destination für Wohnen, Tourismus und Freizeit entwickelt.
Kann ich als Ausländer auf den Dubai Islands Immobilien kaufen?
Ja, die Dubai Islands sind eine ausgewiesene Freehold-Zone. Das bedeutet, dass Nicht-VAE-Bürger dort uneingeschränktes Eigentum an Grundstücken und Immobilien erwerben können, im Gegensatz zu Leasehold-Gebieten.
Welche Arten von Immobilien gibt es auf den Dubai Islands?
Das Angebot umfasst Luxusapartments, Villen am Wasser, Grundstücke für individuelle Bauprojekte sowie Anteile an Hotelimmobilien (Hotel Apartments). Die Projekte richten sich sowohl an Endnutzer, die Waterfront Living suchen, als auch an Investoren.
Ist eine Investition in die Dubai Islands sinnvoll?
In meinen Augen ist es eine langfristige Wette auf die Transformation des alten Dubai. Die Nähe zum historischen Kern der Stadt ist ein Alleinstellungsmerkmal, birgt aber auch Risiken. Investoren sollten das Projekt im Kontext anderer Mega-Projekte wie Palm Jebel Ali bewerten und ihre Anlagestrategie sorgfältig prüfen.
Wie hoch sind die Nebenkosten beim Kauf einer Immobilie auf den Dubai Islands?
Beim Kauf fallen standardmäßig 4 % Grunderwerbsteuer (DLD Transfer Fee) und eine Registrierungsgebühr an das Dubai Land Department an. Hinzu kommen ca. 2 % Maklergebühren und bei Off-Plan-Käufen eine Oqood-Gebühr. Die jährlichen Servicegebühren für den Unterhalt der Immobilie liegen typischerweise zwischen 16 und 25 AED pro Quadratfuß.
Welche Entwickler sind auf den Dubai Islands aktiv?
Der Master-Entwickler ist Nakheel, der auch die Infrastruktur und öffentliche Bereiche verantwortet. Nakheel entwickelt eigene Projekte wie die Bay Residences und verkauft auch Grundstücke an Drittentwickler, die dann ihre eigenen Projekte realisieren. Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren weitere namhafte Bauträger Projekte ankündigen werden.
Philipp Koch — portrait
Verfasst von
Leiter Nachrichtenredaktion

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